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Blecha, Gusenbauer und Strasser auf Hochegger-Pay Roll

Peter Hochegger bestritt heute die Schmiergelflüsse.
Peter Hochegger bestritt heute die Schmiergelflüsse. ©AP
Der Lobbyist Peter Hochegger, der als zentrale Figur der Telekom-Korruptionsaffäre gilt, hat heute im U-Ausschuss des Parlaments seine bisherigen Angaben zu seinen Politkontakten bestätigt.
Lobbyist Hochegger vor Korruptions-U-Ausschuss

Er nannte unter anderem die SPÖ-Politiker Alfred Gusenbauer, Karl Blecha und Peter Schieder, den ÖVP-Vertreter Ernst Strasser, die FPÖ-Politiker Walter Meischberger und Mattias Reichhold sowie die Grüne Monika Langthaler. Er bestätigte weiters, dass er seit 1997 für die Telekom Austria Gruppe tätig ist. Dabei nannte er auch die Namen derer, die für ihn gearbeitet haben. Laut “derstandard.at” kassierte dabei etwa Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) 100.000 Euro. Ernst Strasser (ÖVP), ehemaliger Innenminister erhielt für einen Bulgarien-Auftrag ebenso 100.000 Euro. Auch SPÖ-Pensionistenchef Karl Blecha hat laut Hocheggers Aussagen mitgeschnitten.

Hochegger: “Nach moralischen Maßstab war das nicht richtig”

Hochegger (Jahrgang 1949) betonte, dass er kein Schmiergeld von der Telekom erhalten habe und ihm auch keine Schmiergeldzahlungen der Telekom bekannt seien. Beide Fragen beantwortete er knapp mit “Nein”. Er sei “strafrechtlich nicht schuldig”, das Leben sei aber ein “Lernprozess”. Aus heutiger Sicht habe er einige Dinge “nicht richtig gemacht”. “Nach moralischen Maßstab war das nicht richtig”, erklärte Hochegger.

In seinen Ausführungen blieb Hochegger sehr allgemein und bestätigte lediglich, was er bereits den Ermittlungsbehörden gesagt hatte und ihm im U-Ausschuss vorgelesen wurde. So bejahte er, für die Ablöse des seinerzeitigen Telekom-Regulators Heinrich Otruba lobbyiert zu haben. Ein Konzept für den Nachfolger von Otruba, Georg Serentschy, wurde nicht umgesetzt, so Hochegger. Dass er ein Konzept für Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach (früher B) erstellt hat, könne sein. Seines Wissens nach sei es aber nicht in Auftrag gegeben worden.

Hochegger bestreitet Schmiergeldvorwurf

Zu den zitierten Aussagen des ehemaligen Telekom-Managers Gernot Schieszler, wonach für eine Universaldienstverordnung im Sinne der Telekom eine Million Euro an Schmiergeld notwendig gewesen seien, meinte Hochegger, die Aussage “entspricht nicht der Wahrheit”. Das Verhältnis zu Schieszler beschrieb er als “sehr gut”. Dass er in einem Gesetzeskauf involviert gewesen sein soll, habe er erst bei seinen Einvernahmen erfahren. “Ich war sehr überrascht über die Unterstellung”, so Hochegger.

(APA)

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