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Bisher weniger Banküberfälle in Wien als im Vorjahr

© Bilderbox
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Die Zahl der Banküberfälle in Wien ist vor dem letzten Quartal des heurigen Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 gesunken.

Das sagte der stellvertretende Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung, Dr. Hannes Scherz, am Mittwoch der APA. Mit Stand vom Montag gab es heuer 53 Überfälle auf Geldinstitute oder Postfilialen, im selben Zeitraum des vergangenen Jahres waren es 58.

“Um eine Spur besser” sei die Aufklärung, so Scherz. 23 der Fälle aus dem heurigen Jahr wurden geklärt, im Vorjahr waren es zum selben Zeitpunkt 20 Überfälle des Jahres 2007. Zusätzlich sind 2008 aus den Jahren 2005 bis 2007 bzw. aus anderen Bundesländern – vor allem Niederösterreich – insgesamt 20 Fakten geklärt worden.

“Wir haben heuer mehrere Serientäter erwischt”, sagte Scherz. So ging den Beamten ein 13-facher Bankräuber nach einem Überfall auf eine Volksbank in der Donaustadt ins Netz. Ein Zeuge hatte den 50-jährigen Tschechen nach der Tat beobachtet, wie dieser in einen silbernen BMW mit ausländischem Kennzeichen stieg, und die Polizei alarmiert. Die Beamten griffen den Täter einige Seitengassen vom überfallenen Geldinstitut entfernt auf und stellten die Beute im Auto sicher.

Bei den weiteren Einvernahmen legte der Mann eine Lebensbeichte ab und gestand die anderen Taten. Immer wenn er Geld für seine Spielsucht benötigte, kam er über die Grenze und raubte ein Geldinstitut aus. In Österreich kannte sich der Täter aus, hatte er doch nach der Ostöffnung schon in den 90er Jahren hierzulande gearbeitet.

Spielsucht war auch bei einem 31-jährigen, aus China stammenden Niederländer das Motiv für drei Überfälle auf Banken und Postämter. Er wurde am 11. Juni in einem aus Deutschland kommenden Zug in Salzburg geschnappt. Ausgeforscht hatte ihn die Polizei schon früher, nach dem 31-Jährigen wurde per Haftbefehl gefahndet. Bei seiner Verhaftung hatte er einen Spielzeugrevolver bei sich. Nach Österreich war er gekommen, um den nächsten Überfall zu begehen, wie er bei der Einvernahme sagte. Auch ein Raubzug in einem Kaffeehaus geht auf sein Konto.

Ein 42-jähriger Deutscher benötigte ebenfalls Geld für seine Spielsucht. Er wurde nach einem Überfall auf eine Bank in der Innenstadt im April erwischt. Nach der Tat war der Räuber in ein Hotel geflüchtet, wo er einen Koffer mit Ersatzgewand bereitgestellt hatte. Ein Zeuge beobachtete diese Vorgänge und verständigte die Polizei, als sich der Kriminelle umzog. Als der Mann das Hotel verließ, nahm ihn die Exekutive fest. Der auch in Deutschland zweifach wegen Bankraubs Vorbestrafte gestand schließlich noch zwei weitere Überfälle, davon einer in Niederösterreich. “Immer wieder treffen wir auf Leute, die das Geld im Casino – meist im Ausland – oder in Automatencafes verspielen”, erklärte der Kriminalist.

Die Überfälle in Wien sind zum Glück auch heuer sehr glimpflich verlaufen. In einem Fall hatte ein Bankangestellter aber doch großes Glück: Als ein als Cowboy verkleideter Räuber auf ihn feuerte, bewahrte nur ein PC-Bildschirm das Opfer vor einer schweren Verletzung oder noch Schlimmerem.

Scherz meinte, dass sich vor allem eine seit dem Vorjahr praktizierte Maßnahme abschreckend auswirkt: In vielen Fällen werden neben qualitativ besseren Fotos aus den Alarmkameras auch Belohnungen, oft 2.000 Euro, für zweckdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgelobt. “Das motiviert die Bevölkerung offenbar schon, verstärkt anzurufen.”

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