Bischöfe beraten über europäische Zukunftsfragen

Bischofskonferenz im Stift Admont
Bischofskonferenz im Stift Admont
Die Österreichische Bischofskonferenz ist am Montag zu ihrer Vollversammlung im steirischen Stift Admont zusammengetroffen. Bei den Beratungen werde es zentral um die Frage nach der "Zukunft Europas" gehen, zitierte die "Kathpress" Kardinal Christoph Schönborn zum Auftakt. Weitere Themen sind die anstehende Familiensynode des Vatikans sowie eine Nachbearbeitung des Ad-limina-Besuchs.


Derzeit gebe es im Blick auf Europa viele “Sorgenthemen”, wie etwa die Unruheherde in Osteuropa, die Frage nach dem weiteren Vorgehen in der Syrien-Frage sowie die Situation der verfolgten Christen weltweit, so Schönborn. Darüber hinaus nehme die Bischofskonferenz die Sorge vieler Bürger über eine soziale Drift in Europa wahr, die etwa die Schere zwischen Reich und Arm weiter auseinanderklaffen lasse.

Am Rande der Bischofskonferenz äußerte sich außerdem der gastgebende Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari zur Frage seiner Nachfolge. Ein Nachfolger sei bisher noch nicht gefunden, es sei von Rom noch “keine Entscheidung getroffen” worden. “Ich erwarte meinen Nachfolger ohne Hektik in einigen Monaten”, bis dahin werde er weiter selbstverständlich seine Arbeit für die Diözese tun, so der Bischof.

Neben Europathemen wird sich die Bischofskonferenz auch mit der für Herbst geplanten vatikanischen Synode zu Ehe- und Familienfragen befassen, berichtete Schönborn. Zudem stehen die Nachbearbeitung des “Ad-limina-Besuchs” Ende Jänner sowie die Vorbereitung eines großen Pfarrgemeinderäte-Kongresses mit mehr als 600 Teilnehmern Ende Mai in Mariazell auf der Agenda.

Die Vollversammlung der Bischofskonferenz endet am Donnerstag. Über die Ergebnisse wird Kardinal Schönborn in einer Pressekonferenz tags darauf informieren.

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