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Biosprit vs. Nahrungsmittel- Grüne: Pröll macht Agrarindustriepolitik

Die Grünen werfen Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll (V) vor, beim Biosprit "Interessenspolitik der Agrarindustrielobby" zu betreiben. Sie stellen das ganze Konzept "Biosprit" in Frage.

Sie kritisieren, dass Pröll an den über den EU-Vorgaben liegenden Beimischungsgraden festhalte, obwohl die Produktionsflächen in Europa fehlen würden, die Ökobilanz schlecht sei und Lebensmittel knapp würden. Wie berichtet plant die EU bis 2020 einen Beimischungsgrad von 10 Prozent, während Pröll diesen bereits 2010 erreichen will.

Bedrohung oder Segen?

“Agrotreibstoffe werden in der Regel mittels hohem chemisch-synthetischem Düngemittel- und Pestizideinsatz sowie in manchen Bereichen bereits mit Gentechnik aus Lebensmittel- und Futterpflanzen hergestellt. Nur ein Teil dieser Pflanzen kann verwertet werden”, so die Grünen bei ihrer heutigen Parlamentsenquete “Bio-Treibstoffe – Bedrohung oder Segen”.

Demnach müsste Österreich zur Erreichung der einer 20-prozentigen Beimischung, wie sie im Biomasseplan vorgesehen sei, die Hälfte der Ackerfläche für den Agrosprit verwenden. Die Grünen schlagen vor, die Agrotreibstoffe künftig in erster Linie in der Landwirtschaft einzusetzen, etwa als Treibstoff für Traktoren.

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