Biologen haben wenig Freude mit neuem Glückskäferl

Wenig Freude haben Biologen des Naturhistorischen Museums Wien mit einem jüngst in Österreich aufgetauchten neuen Glückskäferl, dem Asiatischen Marienkäfer, lateinisch: Harmonia axyridis.

Der ursprünglich in Ostasien beheimatete Käfer könnte, so die Befürchtungen, einheimische Arten verdrängen.

Der Asiatischer Marienkäfer unterscheidet sich von unserem bekannten Siebenpunkt durch die Anzahl der schwarzen Pünktchen auf dem Rücken. Statt sieben, hat der neue Glücksbringer nämlich gleich 19 Punkte vorzuweisen. In Ostasien gilt das Tierchen – wie auch sein europäisches Pendant – als wirkungsvoller Blattlausvernichter. Gartenbesitzer werden die neue Art also eher begrüßten.

Die Insektenkundler warnen aber, dass eingeschleppte Arten stets die heimische Fauna beeinträchtigen können. Wenn sie sich einmal in einem Gebiet etablieren konnten, drohen sie ursprüngliche Arten zu verdrängen. Damit können auch ganze Lebensräume durcheinander kommen. Negative Beispiele sind leider sehr zahlreich, so etwa die in Australien eingeschleppten Kaninchen, die nun eine Plage sind, oder auch das drüsige Springkraut in den heimischen Auen, das laut jüngsten Meldungen zur Erosion der Flussufer beitragen könnte.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 1. Bezirk
  • Biologen haben wenig Freude mit neuem Glückskäferl
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen