Bin Laden hatte 500 Euro in seine Kleidung eingenäht

Terroristenchef Osama bin Laden hatte nach einem Bericht des Internetmediums "Politico" 500 Euro Bargeld und zwei Telefonnummern in seine Kleidung eingenäht.
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Bin Ladens "Datenschatz"

Das habe CIA-Direktor Leon Panetta am Dienstag (Ortszeit) bei der Unterrichtung von Kongressmitgliedern über die Operation in Pakistan enthüllt. Demnach wird diese Entdeckung als sicheres Zeichen dafür gewertet, dass sich der Al-Kaida-Führer darauf vorbereitet hatte, notfalls in Sekundenschnelle zu fliehen.

Wie es hieß, informierte Panetta über die gefundenen Euro und Telefonnummern in seiner Antwort auf eine Frage, warum sich Bin Laden auf seinem Anwesen nicht stärker von Sicherheitskräften schützen ließ. Dem CIA-Chef zufolge glaubte der Terroristenführer anscheinend, dass sein Netzwerk stark genug sei, ihn rechtzeitig vor einem möglichen US-Angriff zu warnen.Angesichts der Spekulationen um den Tod von Osama bin Laden hat sich CIA-Chef Leon Panetta für die Veröffentlichung eines Fotos des getöteten Terroristenführers ausgesprochen.

CIA-Chef will Bilder von Obama veröffentlichen

Angesichts der Spekulationen um den Tod von Osama bin Laden hat sich CIA-Chef Leon Panetta für die Veröffentlichung eines Fotos des getöteten Terroristenführers ausgesprochen. “Ich denke, wir sollten dem Rest der Welt zeigen, dass wir in der Lage waren, ihn zu stellen und zu töten”, sagte Panetta am Dienstagabend in den Nightly News des US-Senders NBC. Die Entscheidung liege aber beim Weißen Haus.

Im Weißen Haus diskutierten Mitarbeiter von Präsident Barack Obama, ob sie Bilder des toten Bin Laden veröffentlichen sollten. Die Aufnahmen seien “grauenvoll”, sagte Sprecher Jay Carney. Obamas Anti-Terror-Berater John Brennan hatte zuvor eine Veröffentlichung nicht ausgeschlossen, um Zweifel am Tod des mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für die Anschläge vom 11. September 2001 auszuräumen. Auch Videomaterial von der Kommandoaktion und Bilder des Seebegräbnisses könnten gezeigt werden.

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, bezeichnete die Debatte über eine Veröffentlichung von Fotos als “makaber”. Der republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus, Patrick Meehan, dagegen sagte, er hoffe, es könne “eine Art Foto” veröffentlicht werden, “das keine Fragen dazu, was geschehen ist, offen lässt”.

Die neuen Angaben des Präsidentensprechers zu Bin Ladens Todesumständen entfachten eine Debatte über die wahre Mission des US-Elitekommandos, das den Terrorchef in seinem pakistanischen Versteck in der Nacht zum Montag aufspürte und erschoss. Nach Angaben Carneys war Bin Laden entgegen ersten Angaben nicht bewaffnet. Allerdings seien andere Männer in dem Anwesen bewaffnet gewesen und hätten Widerstand geleistet.

Bin Laden sei bei einem “unberechenbaren Schusswechsel” ums Leben gekommen, sagte Carney. Der Präsidentensprecher bekräftigte, das Ziel des Einsatzes sei die Festnahme und nicht die Tötung Bin Ladens gewesen. Wegen des “großen Widerstandes” sei der Al-Kaida-Chef aber erschossen worden.

Der über die Grenzen seines Landes bekannte australische Menschenrechtsanwalt Geoffrey Robertson erklärte am Mittwoch, die Erschießung Bin Ladens habe mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Nach dem, was man jetzt wisse, könne der Einsatz des US-Kommandos auch ein kaltblütiger Mord gewesen sein. Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, fordert weitere Aufklärung zu den Todesumständen Bin Ladens. Der österreichische Völkerrechts- und Menschenrechtsexperte Manfred Nowak forderte gegenüber der APA die Untersuchung des Videos der US-Aktion. Die USA hätten das Recht gehabt, Bin Laden festzunehmen, um ihn vor ein Gericht zu stellen, so Nowak. Erschießen dürften die Sicherheitsorgane Personen jedoch nur aus Notwehr. Auch eine Begründung, dass eine Tötung im Kriegszustand gerechtfertigt sei, hält Nowak nicht für zulässig.

Pakistan wehrte sich am Mittwoch weiter gegen Vorwürfe, es habe Bin Laden Unterschlupf gewehrt. Sein Land trage nicht allein die Schuld an der jahrelangen vergeblichen Suche, sagte Regierungschef Yousuf Raza Gilani in Paris. Alle Geheimdienste weltweit hätten in Teilen versagt, “einschließlich der USA”, betonte er. Sein Land könne den Kampf gegen den Terrorismus nicht alleine führen, sondern sei auf internationale Unterstützung angewiesen.

Ähnlich äußerte sich auch der Staatssekretär im pakistanischen Außenministerium, Salman Bashir, gegenüber der britischen BBC. Der pakistanische Geheimdienst habe der CIA bereits 2009 auf das verdächtige Anwesen in Abbottabad hingewiesen.

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