Bin ich ein Messie?

Wenn die Sammelleidenschaft zur Belastung wird: Rund 30.000 Österreicher sind Messies. Stadtreportervideo: 

Wenn einem die Sammelleidenschaft über den Kopf wächst, und die Leidenschaft für altes „Glumpert“ zum Leidensdruck führt, wenn die Wohnung kaum noch betretbar ist, und „Fremde“ auf keinen Fall ins Haus dürfen, ist man möglicherweise ein „Messie“. An der Sigmund Freud- Universität wird –in Europa einzigartig- das Messie-Syndrom behandelt, erforscht und auch öffentlich thematisiert.

 Es gibt „Das Messie-Syndrom“ als Buch und eine Tagung (7&8.November 2008/Sigmund Freud Universität/ 3.,Schnirchg.9a). Leidende bekommen hier auch Hilfe, unter Anderem in Form diverser Selbsthilfe- bzw. Kunstprojekte.

 Alfred Pritz, Präsident der Sigmund Freud Universität, erzählt beispielsweise vom „Messie House Index“, dessen Formel aus Quadratmeter der Wohnung und noch begehbarer Wohnfläche einen Faktor zwischen 1 und 10 ergibt. Der Normalbereich liegt übrigens zwischen 1 und 4 (wobei 4 cirka einer „schlampigen“ Durchschnittswohnung entspricht), alles darüber ist definitiv „Messie“. Man schätzt, dass es in Österreich mindestens 30.000 Messies gibt. Es handelt sich aber dennoch um ein globales Phänomen, von dem grundsätzlich jeder betroffen sein kann, der über genug Gegenstände zum Sammeln verfügt…also Vorsicht!

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