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Billig kann teuer werden: Verbraucherschützer warnen vor opodo.de

Der Verbraucherschutz warnt vor Buchungen auf opodo.de.
Der Verbraucherschutz warnt vor Buchungen auf opodo.de. ©pixabay.com (Sujet)
Beim Europäischen Verbraucherzentrum ist man derzeit vermehrt mit Beschwerden über die Buchungswebsite opodo.de konfrontiert. Die angezeigten günstigen Preise gelten nämlich nur für Premium-Mitglieder.

Billige Flüge können teurer kommen als gedacht. Beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich gehen derzeit vermehrt Beschwerden über eine intransparente Preisgestaltung auf der Buchungswebsite opodo.de ein, wie die Konsumentenschützer heute, Mittwoch, mitteilten. Denn der über den gesamten Buchungsvorgang angegebene günstige Preis gelte nur für Premium-Mitglieder.

Günstige Preise gelten nur für Spezialmitglieder

Wer auf der österreichischen Internetseite des Unternehmens buche, werde derzeit nicht mit dieser Vorgehensweise konfrontiert.

Dass der vergünstigte Preis auf opodo.de nur für Spezialmitglieder gilt, wird laut EVZ erst im späteren Verlauf der Buchung in einer Randnotiz erwähnt. Selbst beim Abschluss der Buchung scheine nur der niedrigere Preis klar ersichtlich auf, verrechnet werde dann aber gegebenenfalls der höhere Preis. Die Premiumkunden-Mitgliedschaft kostet 74,99 Euro pro Jahr.

Höhere Beträge werden kommentarlos abgebucht

"Opodo überprüft erst nach Abschluss der Buchung die Mitgliedschaft. Verfügt der Kunde über keine Opodo-Prime-Mitgliedschaft, bucht das Unternehmen in weiterer Folge kommentarlos den höheren regulären Preis ab", so EVZ-Jurist Andreas Herrmann. Dieses Vorgehen sei "nutzerunfreundlich" und "rechtlich problematisch". Betroffene fänden unter europakonsument.at Hilfestellung.

Konsumentschützer raten zu Screenshots während der Buchung

Die Konsumentenschützer raten dazu, während einer Internetbuchung Screenshots zu machen, um im Streitfall Belege zur Hand zu haben. Das EVZ Österreich empfiehlt aber ohnehin generell, direkt bei den Anbietern von Flügen und Reisen zu buchen - und nicht über diverse Online-Vermittlungsplattformen. Im Problemfall seien dann auch die Ansprechpartner besser greifbar und Verbraucherrechte besser durchsetzbar.

(APA/Red)

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