Billa: Mitarbeiter schwarz bezahlt?

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So stützt Billa also die Dumping-Preise: Laut einem Ex-Manager sollen Mitarbeiter nur wenige Stunden angemeldet und schwarz bezahlt werden - Druck mit fristlosen Kündigungen - REWE Konzern weist Anschuldigungen zurück.

Von neuen Vorwürfen gegen den größten österreichischen Handelskonzern, die Rewe-Gruppe, die u.a. Billa, Merkur und Bipa betreibt, berichtete am Donnerstag die „ZiB 2“. Angeblich würden Angestellte nicht korrekt bezahlt, die Arbeiterkammer wirft Billa vor, bei den Löhnen Steuern und Sozialabgaben zu hinterziehen. Der Rewe-Konzern wies diese Vorwürfe kategorisch zurück.

Mitarbeiter schwarz bezahlt

„Schwarze Kassen gibt es nicht“, erklärte Rewe-Generaldirektor Veit Schalle gegenüber der „ZiB 2“. Ein entlassene Rewe-Manager behauptete in der „ZiB 2“, er sei „gezwungen worden“, Löhne teils schwarz auszuzahlen. Er sei entlassen worden, weil er das Lohndumping bei den Mitarbeitern nicht mehr mittragen wollte.

Mit Kündigung gedroht

„Die sind zehn Stunden angemeldet, arbeiten 40 oder 50 Stunden, die Differenz bekommen sie mit Aushilfslöhnen ausgezahlt, die sind aber nicht versichert“, erklärte er. Auf die Frage, ob die Differenz also schwarz ausgezahlt werde, meinte er: „So kann man sagen.“ Die Mitarbeiter würden „eingeschüchtert, unter Druck gesetzt werden, es wird mit fristloser Kündigung gedroht. Da denken sie sich “besser für zehn Stunden nicht bezahlt bekommen und einen Job haben“, so der Ex-Rewe-Manager.

Beschwerden bei der Arbeiterkammer

Er hat sich an die Arbeiterkammer gewandt, so wie Mitarbeiter eines anderen Rewe-Betriebes. Billa-Mitarbeiter fühlten sich um ihren Lohn betrogen, sagte der AK-Jurist Hans Trenner. Er kämpft für mehrere Mitarbeiter – u.a. für einen, der „gesagt hat, ich will korrekt gezahlt bekommen und die wahren Stunden in den Computer eingetragen hat. Mit dem Ergebnis, dass er gekündigt worden ist. “ Dieser Mitarbeiter habe geklagt und in der ersten Instanz gewonnen. Das Landesgericht Wr. Neustadt hob die Kündigung gerichtlich auf und befand, dass Billa zahlen müsse. Der Konzern hat das Urteil angefochten.

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