BILD-Zeitung: "Deutscher isst Österreicher"

Das internationale Medieninteresse am Fall des sogenannten Kannibalen-Mordes in Wien ist enorm.

Wieder einmal hat es Österreich in die Schlagzeilen internationaler Medien geschafft. Erneut ist es ein chronikales Thema, mit dem das Interesse von Internetseiten, Fernseh- und Radiostationen sowie Zeitungen geweckt wurde: Der sogenannte Kannibalen-Mord in Wien, bei dem ein Obdachloser Deutscher seinen Mitbewohner getötet und zum Teil verspeist haben soll, war am Mittwoch ein länderübergreifendes Thema.

Der Nachrichtenkanal CNN widmete dem “österreichischen Hannibal Lecter“ einen mehrminütigen Beitrag, in dem unter anderem Bewohner des Tatort-Hauses in Wien-Fünfhaus interviewt wurden. Eine simple, aber einprägsame Schlagzeile lieferte am Dienstag die Online-Ausgabe der Bild Zeitung mit „Deutscher isst Österreicher“, im Printtitel war am Mittwoch „Deutscher Kannibale tötet Österreicher und isst seine Innereien“ zu lesen. Einen recht abgebrühten Titel leistete sich auch die Deutsche „taz“ mit „Opfer auf dem Teller“. In Deutschland berichteten am Mittwoch zwölf Zeitungen über das grausame Verbrechen.

Auf besonderes Interesse stieß der Fall in den englischen Medien, die sich aber in Sachen Headline zurückhaltend zeigten: “’Cannibal’ arrested after eating homeless man’s organs“ lautete etwa die Schlagzeile in der „Daily Mail“, ähnlich die italienische „Gazzetta del Sud“, die über den „Horror in Österreich, obdachloser Kannibale in Handschellen“ berichtete. Das letzte Ereignis, das für einen – freilich ungleich größeren – internationalen Medienhype gesorgt hat, war die Flucht von Natascha Kampusch, die nach acht Jahren aus den Fängen ihres Entführers entkommen konnte.

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