Bilanz nach sechs Jahren Bereitschaftseinheit in Wien: 15.000 Festnahmen

Die Bereitschaftseinheit führte in sechs Jahren 15.000 Verhaftungen durch.
Die Bereitschaftseinheit führte in sechs Jahren 15.000 Verhaftungen durch. ©APA (Sujet)
Bereits seit sechs Jahren sind Polizeibeamte der Bereitschaftseinheit täglich in Wien im Einsatz. Vergangene Woche kam es zur 15.000. Festnahme.

Am 1. November 2012, also vor nicht einmal sechs Jahren, wurde die Bereitschaftseinheit in Wien ins Leben gerufen. Neben rund 60 Beamten, die den Kern der Einheit bilden, versehen dort im 6-Monats-Turnus jeweils rund 150 junge Polizisten ihren Dienst.

Neben dem großen Sicherheits- und Ordnungsdienst – das sind Einsätze bei Großveranstaltungen wie beispielsweise Sportevents oder Demonstrationen – sind Beamte der Bereitschaftseinheit in ganz Wien an Verkehrsknotenpunkten und rund um mögliche Problemgebiete im Einsatz, um für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit zu sorgen. Dabei stellen insbesondere die Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität sowie fremdenrechtliche Kontrollen zentrale Aufgaben dar.

Sechs Jahre Bereitschaftseinheit in Wien

Von Beamten der Bereitschaftseinheit werden täglich mehrere hundert Personskontrollen durchgeführt, wodurch es laufend zu großen polizeilichen Erfolgen, wie unter anderem die Festnahme gesuchter Straftäter, kommt. Am 28.08.2018 verzeichnete die Bereitschaftseinheit die 15.000. Festnahme seit ihrem Bestehen.

Die Festnahme-Gründe sind vielfältig. Die größten Bereiche bilden strafrechtliche Festnahmen (insgesamt 7.257), davon alleine 323 infolge von gerichtlichen Haftbefehlen und Festnahmeanordnungen sowie 8.718 wegen Übertretungen nach dem Suchtmittelgesetz. Am zweithäufigsten kommt es zu fremdenrechtlichen Festnahmen (insgesamt 7.449).

Im Laufe der vergangenen 70 Monate wurden insgesamt 387.176 Identitätsfeststellungen durchgeführt, wobei es zu 57.042 Anzeigen und 11.993 Sicherstellungen kam. Bei 22.748 ausgestellten Organmandaten aufgrund verschiedener Übertretungen wurden von Polizistinnen und Polizisten der Bereitschaftseinheit insgesamt 856.329 Euro eingehoben.

Bereits 15.000 Festnahmen wegen diverser Delikte

Zudem wurden 13.682 Einsätze, die von der Landesleitzentrale infolge von Polizei-Notrufen vergeben werden, abgewickelt. Obwohl verkehrsrechtliche Angelegenheiten nicht zu den Kernaufgaben der Bereitschaftseinheit zählen, wurden 22.990 Alkovortests und 555 Alkomattests durchgeführt, wobei insgesamt 336 alkoholisierten Autofahrern der Führerschein entzogen wurde.

Die Bereitschaftseinheit führte außerdem seit ihrem Bestehen 863 Streifen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität, 1179 Einsätze im Bereich des großen Sicherheits- und Ordnungsdienstes sowie 2153 Sonderaktionen (beispielsweise Unterstützungen für das LKA oder .BK, Lokalkontrollen, Schwerpunktaktionen, Suchaktionen nach vermissten Menschen, usw.) durch. Darüber hinaus fanden 723.735 Stunden Bestreifungen öffentlicher Verkehrsmittel statt. Auch im Bereich der ersten allgemeinen Hilfeleistung werden Beamte der Bereitschaftseinheit immer wieder tätig und helfen in Not geratenen Menschen – so zuletzt am 29.08.2018 um 12:30 Uhr, als ein Mann von der Donaustadtbrücke springen wollte und von Polizisten daran gehindert wurde.

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