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Bilanz für 2019: 8.687 Tonnen Müll auf den Autobahnen Österreichs

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) sieht dringenden Handlungsbedarf beim Müllaufkommen rund um Autobahnen
Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) sieht dringenden Handlungsbedarf beim Müllaufkommen rund um Autobahnen ©APA/HERBERT PFARRHOFER
8.687 Tonnen Müll sind im Vorjahr auf den österreichischen Autobahnen bei den 56 Asfinag-Rastplätzen und 87 Raststationen angefallen.
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Im Vergleich zu 2018 mit 8.773 Tonnen bedeutet das einen leichten Rückgang.

Maßnahmen zur Müllreduktion dringend nötig

"Die Tonnen an Müll machen dennoch deutlich, dass Maßnahmen zur Müllreduktion dringend nötig sind", betonte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) in einer Aussendung am Donnerstag.

"Im Kampf gegen Müll und Littering besteht dringender Handlungsbedarf", forderte auch Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagel. "Daher haben wir die Aktion ́Ich bin eine Autobahn - kein Mistkübel` ins Leben gerufen. Leider landet immer mehr Müll nicht in den dafür vorgesehenen Containern und Mistkübeln, sondern direkt auf der Strecke und den Rastplätzen", betonte Hufnagel. Rund ein Viertel des Jahresmülls muss mit großem Aufwand händisch aufgesammelt werden, ein Großteil davon sind Plastikflaschen, die leicht zu Wurfgeschossen werden und damit auch ein erhebliches Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen, kritisierte die Asfinag.

Müll auf Autobahnen: Spitzenreiter Niederösterreich

Der meiste Müll fiel 2019 mit 1.866 Tonnen in Niederösterreich an, die Entfernung kostete 2,9 Millionen Euro. In der Steiermark waren es 1.342 Tonnen, in Salzburg 1.338 Tonnen und in Tirol 1.332 Tonnen. In Oberösterreich wurden 1.299 Tonnen Müll beseitigt, in Kärnten waren es 768 Tonnen, im Burgenland 420, in Vorarlberg 276 und in Wien 46 Tonnen Abfall.

Insgesamt 2.233 Kilometer umfasst das Streckennetz der Asfinag, seit Jahren steigt das Müllaufkommen. Fielen 2016 noch rund 7.300 Tonnen Müll an, waren es 2018 bereits mehr als 8.700 Tonnen. 2019 sind es mit 8.687 Tonnen knapp ein Prozent weniger als 2018. Auch die Kosten für die Müllentsorgung sind entsprechend gewachsen - und zwar von rund zehn Millionen Euro im Jahr 2016 auf mittlerweile 13 Millionen Euro im Vorjahr.

Illegale Müllablagerungen im großen Stil

Diese Steigerungen sind jedoch nur zum Teil auf das in den vergangenen Jahren gestiegene Verkehrsaufkommen zurückzuführen, betonte die Asfinag. Vermehrt kommt es zu illegalen Müllablagerungen im großen Stil. Autoreifen, Bauschutt sowie Kühlschränke und ganze Wohnungseinrichtungen werden auf Park- und Rastplätzen entlang der hochrangigen Straßen unerlaubt abgeladen. Die Entfernung und Entsorgung dieser Müllberge ist nur unter großem Aufwand - sowohl finanziellem als auch personellem - möglich.

(APA/Red)

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