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Bezirksvorsteher zieht sich zurück

Der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt in Wien, Franz Grundwalt (V) will sich zurückziehen - enttäuscht über Ursula Stenzel als VP-Spitzenkandidatin - überlegte sogar, mit eigener Liste anzutreten.

Denn er sei „enttäuscht“ über die am Mittwoch verkündete Entscheidung, wonach Ursula Stenzel im ersten Bezirk als ÖVP-Spitzenkandidatin ins Rennen gehen und bei einem Wahlsieg das Vorsteher-Amt übernehmen soll. Das hat Grundwalt im Gespräch mit der APA betont.


„Ich respektiere natürlich diese demokratische Entscheidung, aber ich hätte es auch sehr gerne selber gemacht“, sagte der City-Bezirksvorsteher. Bei der Entscheidung des ÖVP-Vorstandes, in der die Stenzel-Nominierung abgesegnet worden ist, sei er nicht dabei gewesen. Er habe überhaupt erst vergangenen Freitag von dem Gerücht erfahren, dass Stenzel kandidieren soll – und zwar von einem SP-Politiker.

“Habe an einen Scherz geglaubt”


Er habe zunächst geglaubt, dies sei ein Scherz gewesen: „Das war aber nicht so.“ Von Seiten seiner Partei habe er von der Entscheidung schließlich am Montag erfahren. Enttäuscht sei er, weil die Listen für die Bezirkswahl eigentlich schon längere Zeit festgestanden seien – und er fix mit einem Antreten als Spitzenkandidat gerechnet habe.

Er werde nun aber doch nicht mit einer eigenen Liste kandidieren. Das hat er der APA mitgeteilt. Er habe nach seiner erst Mittwoch, Nachmittag erfolgten Ankündigung einer möglichen Kandidatur mit seiner Frau und mit Freunden gesprochen. Dabei habe er den Entschluss gefasst, doch nicht mehr anzutreten.


„Ich ziehe mich zurück“, erklärte Grundwalt. Politisches Amt strebe er keines mehr an. Zusatz: „Ich wünsche der ÖVP und der Frau Stenzel alles Gute.“

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