Bewaffnete befreiten in Nigeria 170 Gefangene

Im Nordosten Nigerias haben bewaffnete Angreifer ein Gefängnis gestürmt und alle 170 Insassen befreit. Den Behörden zufolge kamen die Angreifer in Autos und Motorrädern und stürmten unter dem Ruf "Allahu Akbar" (Allah ist groß) das Gefängnis. Es sei zu einem Schusswechsel mit den Wachleuten gekommen, bei dem ein Wachmann und ein Zivilist getötet worden seien.


Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Donnerstag in der Stadt Gwoza an der Grenze zu Kamerun. Gwoza ist 130 Kilometer von Maiduguri entfernt, der Hochburg der islamistischen Sekte Boko Haram.

Die Angreifer sollen die Wachleute mit ihrer Waffengewalt überwältigt, das Verwaltungsgebäude des Gefängnisses angezündet und alle in der Haftanstalt einsitzenden Insassen aus ihren Zellen befreit haben. Der Zivilist, der ums Leben kam, sei von einem Querschläger getroffen worden. Einwohner berichteten, die Angreifer hätten unmittelbar vor der Tat am Abendgebet in einer nahe gelegenen Moschee teilgenommen.

Ob die Angreifer zur Sekte Boko Haram gehören, die im muslimisch geprägten Norden Nigerias gewaltsam für die Schaffung eines islamistischen Gottesstaates kämpft, war zunächst unklar.

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