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Betrug mit nachgemachten Banknoten

Prozess: Großangelegter Betrug mit nachgemachten Banknoten- Wohlhabende Opfer bei so genannten Rip-Deals übers Ohr gehauen - Vier Jahre Haft für Bandenchef - Auch Komplizen verurteilt.

Weil sie bei so genannten Rip-Deals sechs sehr wohl habende Opfer um insgesamt 445.000 Euro betrogen hatte, wurde am Montag im Wiener Landesgericht eine fünfköpfige Bande abgeurteilt. Zoran M. (38), der mutmaßliche Kopf des „Wiener Ablegers“ einer international tätigen, vermutlich in Italien ansässigen kriminellen Organisation, wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Seine Komplizen, die sich untereinander teilweise gar nicht kannten, erhielten zwischen eineinhalb und zwei Jahre Haft. Die Urteile sind rechtskräftig.

“Gier der Opfer ausgenutzt”

„Hier wurde die Gier der Opfer ausgenützt“, meinte Verteidiger Werner Tomanek. Die Täter hatten sich auf Annoncen gemeldet, in denen teure Wohnungen, Grundstücke oder Yachten zum Kauf bzw. Verkauf angeboten wurden. Man bekundete Interesse, machte den Gesprächspartnern im weiteren Verlauf jedoch ein lukratives „Wechselgeschäft“ schmackhaft, das man doch vorher abwickeln könne.

Ein gewisser „Gannini“ wolle ohne großes Aufsehen eine große Euro-Summe in Schweizer Franken wechseln, hieß es. Zwischen den Zeilen war wohl herauszuhören, dass es sich um „Schwarzgeld“ handle. Bei einem versprochenen Gewinn von 15 bis 20 Prozent, den ihnen „Gannini“ in Aussicht stellte, war das den Betroffenen aber scheinbar egal.

Dicke Bündel wechselten den Besitzer

Mit Koffern voller Geld setzten sich reiche Österreicher, Schweizer und Deutsche Richtung Oberitalien in Bewegung, um sich mit dem angeblichen „Geldvermehrer “ zu treffen. Meistens kam es dazu bei einer Autobahnraststätte zwischen Turin und Mailand, wo tatsächlich dicke Bündel den Besitzer wechselten.

Ein Teil der Opfer bemerkte allerdings nicht, dass die Schweizer Franken, die ihnen untergejubelt wurden, im Wesentlichen aus so genannten Falsifikaten bestanden: Die wertlosen nachgemachten Farbdruck-Noten werden üblicherweise zu Werbe- und Dekorationszwecken benützt.

Schöpften die Opfer jedoch Verdacht, wurden ihnen kurzerhand ihre Geldkuverts entrissen. Dem verdankt diese spezielle Form der Kriminalität auch ihren Namen: Das englische Verb „Rip Off“ steht für Wegreißen bzw. Abzocken.

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