Betrug in der Rotlichtszene

&copy Bilderbox
&copy Bilderbox
Minderjährige Strichbuben haben in Wien ihre Freier erpresst: Vier Burschen im Alter von 15 und 16 Jahren suchten zunächst sexuelle Kontakte, um ihren Kunden dann schließlich zu eröffnen, sie seien unter 16 Jahre.

Da unter diesem Alter der homosexuelle Kontakt von Volljährigen strafbar wäre, verlangten sie jeweils mehrere hundert Euro als Schweigegeld, wie Franz Pripfl von der Kriminaldirektion 1 am Dienstag erklärte.

Ins Rollen kam der Fall, als am 19. Juli ein 32-Jähriger Anzeige erstattete. Im Zuge der Erhebungen wurden drei Täter ausgeforscht. Ein vierter ist noch nicht festgenommen worden.

Auch Nötigung wirft man den Burschen vor: Im Juli lockten sie zu mehreren einen Freier in einen Keller, wo sie ihm Gruppensex versprachen. Dort angekommen, änderte sich der Ton allerdings rasch: Der Mann musste seine Bankomatkarte hergeben, auch sein Code wurde herausgepresst. Bei dieser Tat war auch ein Messer im Spiel, sagte Pripfl.

Insgesamt haben sich bei der Polizei fünf Geschädigte gemeldet. Die Verdächtigen stammen aus Favoriten und Hernals.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Betrug in der Rotlichtszene
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen