Besucherrekord bei "Langer Nacht der Kirchen"

Besucherrekord bei der "Langen Nacht der Kirchen": Erstmals standen Gotteshäuser in ganz Österreich offen und rund 275.000 Menschen - davon mehr als 120.000 allein in Wien - haben das Angebot genützt, wie "Kathpress" meldete.

Besuchermagnet Nummer eins in Wien war auch heuer wieder der Stephansdom. Mehr als 40.000 Menschen bestaunten dort im Lauf des Abends die spektakuläre Lichtinstallation des deutschen Künstlers Stefan Knor: eine 90 Meter langen Engelsskulptur, die sich durch das ganze Hauptschiff der Kathedrale zog. Unter dem Südturm des Domes bildete sich eine lange Schlange; Hunderte Besucher wollten die 343 Stufen zur Türmerstube im 136 Meter hohen “Steffl” hinaufstiegen.

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, nahm überraschend an einer Podiumsdiskussion über das Problem Kirchenaustritte in der Franziskanerkirche teil. Besonderen Anklang fanden jene Orte, die für Kirchenbesucher normalerweise nicht zugänglich sind wie Kirchtürme, Krypten und Klostergänge, darunter die barocke “Bernardikapelle” im Heiligenkreuzerhof, durch die Abt Gregor Henckel-Donnersmarck und Mönche des Stiftes Heiligenkreuz führten. Die Reformierte Stadtkirche lud ab 21.00 Uhr zum Fußballkino in die Dorotheergasse ein und präsentierte Kurzfilme aus den EM-Austragungsländern Österreich und Schweiz zum Mythos rund um die “wichtigste Wuchtel der Welt”.

Mit einem zehnminütigen Glockengeläut um 17.50 Uhr war die “Lange Nacht der Kirchen” in Wien eingeläutet worden. An der ökumenischen Eröffnungsvesper in der voll besetzten Schottenkirche nahmen Vertreter aller christlichen Kirchen, allen voran der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos, der evangelisch-lutherische Superintendent Hansjörg Lein sowie “Lange Nacht”-Initiator Prälat Karl Rühringer, Bischofsvikar für Wien-Stadt, teil. In der “Langen Nacht” würden die Tore nicht nur weit aufgemacht für die Menschen auf der Straße, sondern die christlichen Kirchen würden sich auch gegenseitig einladen, betonte Krätzl. Eine “bunte und herzliche Kirche” sei sichtbar, die bei vielen Menschen habe punkten können, zog Rühringer ein positives Resümee. In ganz Wien standen 1.000 Programmangebote in mehr als 170 Gotteshäusern zur Wahl.

Erstmals nahmen auch die Päpstlichen Missionswerke (Mission) an der Aktion teil. Zudem besuchte eine 40-köpfige Delegation der Diözese Brünn (Brno) mit Generalvikar Jiri Mikulasek an der Spitze Wien. Brünn will sich 2009 an der “Langen Nacht der Kirchen” beteiligen.

Auch in den Bundesländern war der Zustrom zu den offenen Kirchen groß. Rund 20.000 Menschen genossen den Freitagabend in einer der 50 Kirchen in Oberösterreich. Dort waren vor allem christliche Jugendorganisationen und Schulen aktiv. Rund 10.000 Menschen – doppelt so viele als im Vorjahr – besuchten das Programm der “Langen Nacht der Kirchen” in den 24 teilnehmenden Gotteshäusern der Stadt Salzburg. Aus 870 Kerzen war im Dom ein Lichterlabyrinth aufgebaut. Zahlreiche Besucher bestiegen den Turm der evangelischen Christuskirche. Ein Zentrum der “Langen Nacht” war auch das Erzstift St. Peter.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 1. Bezirk
  • Besucherrekord bei "Langer Nacht der Kirchen"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen