Besondere Witterung sorgte für weniger Luftbelastung

Der milde Winter 2006/07 brachte eine deutlich geringere Luftbelastung als im Jahr zuvor. "Trotzdem wird unser 30+1 Maßnahmenprogramm zur Verbesserung der Luftgüte selbstverständlich weiterhin konsequent umgesetzt", betonte Umweltlandesrat Erich Schwärzler heute, Donnerstag, im Landhaus.

Waren von Jänner bis März 2006 an allen Messstationen im Lande in Summe 209 Überschreitungen des Feinstaub-Grenzwertes zu verzeichnen, so gab es im 1. Quartal 2007 insgesamt 56 Überschreitungen. Dadurch wurde zum heurigen Jahresbeginn eine um 73 Prozent geringere Feinstaubbelastung als im Vorjahr registriert. Auch die Belastung durch Stickstoffdioxid lag wesentlich unter jener des Vergleichszeitraums 2006.

Die Gründe für die vergleichsweise geringe Luftbelastung sind naheliegend, erklärte LR Schwärzler: Auf Grund der warmen Witterung stellten sich keine lang andauernden kritischen Inversionswetterlagen ein, zudem konnte beim Heizen und beim Streuen auf den Straßen gespart werden.

Ungeachtet dessen wird die Umsetzung des 30+1 Maßnahmenprogramms zur landesweiten Reduktion der Feinstaub- und Stickoxidbelastung weiter vorangetrieben. Schwärzler: “Wir hoffen, damit die Schadstoffbelastung nachhaltig zu senken, um auch bei normalen winterlichen Verhältnissen und bei austauscharmen Wetterlagen die Luftbelastung so gering wie möglich zu halten.”

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen laut dem Luftgüte-Amtssachverständigen Arthur Sottopietra weiter die Partikelfilter-Nachrüstung von Bussen, Lkw und Baumaschinen, die Prüfung von alternativen Auftaumitteln (in Zusammenarbeit mit der TU Graz), die richtige Einstellung und Bedienung von Heizanlagen sowie umfangreiche Informationsarbeit.

Tabellen

Die Darstellung zeigt die extrem unterschiedlichen Belastungsverhältnisse in den Wintermonaten 2006 und 2007.

Tabelle 1:

Messstation          Anzahl d. Tage m. Überschreitung    Differenz
des Feinstaub-Grenzwerts in Prozent
Jänner-März 06 Jänner-März 07
Feldkirch Bärenkreuzung 39 7 – 82
Dornbirn Stadtstraße 38 7 – 81
Bludenz Herrengasse 33 5 – 85
Höchst Gemeindeamt 37 16 – 57
Lustenau Zollamt 37 12 – 67
Lustenau Wiesenrain 25 9 – 64

Tabelle 2:

Messstation          Anzahl d. Tage m. Überschreitung    Differenz
des Stickstoffdioxid-Zielwerts in Prozent
Jänner-März 06 Jänner-März 07

Feldkirch Bärenkreuzung 36 11 – 69
Dornbirn Stadtstraße 7 0 – 100
Bludenz Herrengasse 20 0 – 100
Höchst Gemeindeamt 10 0 – 100
Lustenau Zollamt 22 2 – 90
Wald am Arlberg 13 1 – 92
Lustenau Wiesenrain 1 0 – 100
Sulzberg Gmeind 0 0 +/- 0

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OTS0249 2007-05-03/13:16

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