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Beslan: Geiseldrama endete in Blutbad

Das Geiseldrama in der Schule der südrussischen Stadt Beslan hat nach ersten Einschätzung mehr als 200 Todesopfer gefordert. Nach der Erstürmung des Gebäudes wurden in der Turnhalle Dutzende Leichen gefunden.     | Flash-

Die Geiselnehmer hatten dort zwei Tage lang bis zu 1200 Kinder, Eltern und Lehrer in ihrer Gewalt. Unter den 704 Verletzten sind 259 Kinder. Der Einsatz wurde am Abend für beendet erklärt.

Die Sicherheitskräfte entschieden sich spontan zum Sturm auf die Schule in Beslan, nachdem die Lage gegen Mittag eskaliert war. Die Geiselnehmer stimmten zunächst der Bergung der Leichen zu, die seit Beginn des Geiseldramas auf dem Schulgelände lagen. Bei der Evakuierung der Leichen ereigneten sich Explosionen.

Mehreren Dutzend Geiseln gelang daraufhin die Flucht. Die Geiselnehmer schossen Flüchtenden in den Rücken und verletzten mehrere von ihnen. Im Kugelhagel der Terroristen rannten Frauen und Kinder am Mittag in Todesangst zum Teil halb nackt und schreiend aus dem Gebäude. Der Kreml-Berater für die Kaukasus-Region, Aslambek Aslachanow, betonte, die Erstürmung sei nicht geplant gewesen.

Mehr als zehn Stunden nach Beginn der Stürmung erklärte die Kommandoführung den Einsatz in der Schule für beendet. Der Widerstand der Geiselnehmer sei endgültig gebrochen, teilte ein Sprecher des Operativen Stabs mit. In der Stadt werde aber noch nach vier geflohenen Terroristen gefahndet. Acht weitere seien getötet, drei festgenommen worden. Zuvor hatte der FSB noch von mindestens 20 getöteten Geiselnehmern gesprochen, unter ihnen zehn Araber.

Die US-Regierung verurteilte die Geiselnahme, stellte sich nach der Stürmung der Schule aber hinter Russland. Präsident Bush sagte, die Geiselnahme sei eine „weitere grauenvolle Erinnerung“ terroristischer Taktiken gegen die zivilisierte Welt. Die EU verlangte hingegen von Moskau eine Erklärung der Vorgänge beim Geiseldrama.


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