Beschuss von AKW Saporischschja: Weltweite Nuklearkatastrophe droht

Russische Raketen überfliegen das AKW Saporischschja in niedriger Höhe.
Russische Raketen überfliegen das AKW Saporischschja in niedriger Höhe. ©REUTERS/Stringer/File Photo
Dass Russland Raketen in geringer Höhe direkt über dem Gelände des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja abwirft, stellt laut Energoatom ein großes Risiko für eine weltweite Strahlungskatastrophe dar.

Das staatliche ukrainische Atomenergieunternehmen Energoatom hat vor einer nuklearen Katastrophe durch die russische Invasion gewarnt. Russische Marschflugkörper hätten am Dienstag in niedriger Höhe Europas größtes Atomkraftwerk Saporischschja in der Südukraine überflogen, teilte das Unternehmen mit. Bei dem russischen Luftangriff sind nach Angaben der örtlichen Behörden ein Geschäftsgebäude in der Stadt Saporischschja getroffen und mindestens eine Person getötet worden.

Russische Raketen überfliegen Atomkraftwerk Saporischschja

"Raketen, die in geringer Höhe direkt über dem Gelände des Kernkraftwerks Saporischschja abgeworfen werden, wo sich sieben kerntechnische Anlagen mit einer großen Menge an Kernmaterial befinden, stellen ein großes Risiko dar", sagte Petro Kotin, der amtierende Chef von Energoatom. "Schließlich könnten Raketen eine oder mehrere Nuklearanlagen treffen, wodurch eine Strahlungskatastrophe auf der ganzen Welt droht", wird er in einer Erklärung zitiert, die Energoatom über Telegram veröffentlichte. Energoatom teilte mit, dass die russischen Truppen, die die Anlage seit dem 4. März besetzt halten, schweres Gerät und Munition auf dem Gelände stationiert hätten.

(APA/Red)

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