Berlusconi will Milan an Gaddafi verkaufen

Silvio Berlusconi will angeblich "seinen" AC Milan verkaufen. Der italienische Regierungschef und Boss des italienischen Fußball-Großclubs habe dem libyschen Staatschef Muammar Gaddafi angeboten, über seine Investmentfonds den Verein zu übernehmen, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica".

Tripolis ist mit der libyschen Zentralbank und der libyschen Investmentbehörde bereits Aktionär bei Rekordmeister Juventus Turin. Auf einen Wert zwischen 600 und 800 Millionen Euro wird der lombardische Verein geschätzt. Milan kommentierte den Bericht der römischen Tageszeitung vorerst nicht.

Die hohe Verschuldung zwinge Berlusconi, einen Käufer für seinen Verein zu finden, den er 1985 übernommen hatte, berichtete “La Repubblica”. Auch das Desinteresse seiner beiden erwachsenen Kinder Piersilvio und Marina, die das Imperium des Vaters verwalten, für das Fußball-Geschäft würden Berlusconi zum Milan-Verkauf zwingen. Berlusconi habe Gaddafi den Club nach der Niederlage des Vereins im Derby gegen Inter Mailand am vergangenen Samstag angeboten, so das Blatt. Der italienische Premierminister war nach Libyen gereist, wo er Gaddafi getroffen hatte.

Um die Schulden einzudämmen, hatte Berlusconi im Sommer den brasilianischen Star Kaka an Real Madrid für 67 Millionen Euro veräußert. Nach der Trennung von Coach Carlo Ancelotti, der zu Chelsea gewechselt ist, hatte sich Berlusconi für den Debütanten Leonardo als neuen Trainer entschieden, eine billige Lösung nach Jahren wilder Ausgaben. Berlusconi hatte den Tifosi im Sommer neue Spieler versprochen, die große Einkaufstour ist jedoch ausgeblieben.

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