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Beraubter Taxler ringt mit dem Tod

©&copy BPD Wien
Der Taxilenker, der am Samstag in Wien vermutlich bei einem Raubüberfall einen Kopfschuss erlitten hat, ist weiter in Lebensgefahr.
Das Opfer, Slavko A. &copy BPD Wien
Wie berichtet wurde am 30.12.2006, gegen 07.00 Uhr, der 57- jährige Taxilenker Slavko A. in Wien 22., Erherzog Karl- Straße 32a mit einer Schussverletzung im Kopfbereich im Taxifahrzeug aufgefunden. Nach den derzeitigen Ermittlungen haben die vorerst letzten unbedenklichen Fahrgäste das Taxifahrzeug am 30.12.2006, um ca. 05.10 Uhr, in Wien 21., Thomagasse Ecke Brünnerstraße verlassen. Der Taxilenker dürfte in weiterer Folge die Brünnerstraße stadteinwärts gefahren sein. Das Fahrzeug hat keinen Taxifunk – Fahrgäste können es also nur durch Handzeichen angehalten haben oder an einem Taxistandplatz zugestiegen sein…

Vor allem zwei Fragen beschäftigen die Kriminalisten:

1. Wer hat am 30.12.2006, in der Zeit zwischen 05.15 bis 06.45 Uhr Beobachtungen gemacht, die in Zusammenhang mit der Tat stehen könnten?

2. Wer war nach 05.10 Uhr noch Fahrgast beim Opfer?

Hinweise erbeten unter der Telefonnummer 31310/33114, Gruppe Schaffer.

„Es geht ihm sehr schlecht“, sagte Major Manfred Briegl von der Kriminaldirektion 1 am Silvestertag über das Opfer. Die Ermittlungen verglich der Kriminalist mit einem „Puzzlespiel“. Hinweise auf den letzten Fahrgast des Opfers gab es vorerst keine.

Der 57-jährige Slavko A. war am Samstag gegen 6.30 Uhr von einem Botenfahrer auf der Erzherzog-Karl-Straße in seinem blauen Mercedes gefunden worden. Der Taxilenker hatte eine blutende Wunde am Kopf, die sich im Spital als Kopfschuss herausstellte.

Teile des Projektils wurden bei einer Notoperation entfernt, Teile steckten weiter im Gehirn. „Auch wenn der Mann überlebt, sind bleibende Schäden nicht ausgeschlossen. Er wäre natürlich unser wichtigster Zeuge“, so Briegl.

Slavko A. hat Wohnsitze in Wien und Niederösterreich. Er ist geschieden und hat zwei kleine Kinder.

Die Ermittler gingen vorerst von einem Raubüberfall aus. Rund 20 Meter vor dem halb auf einer Grünfläche abgestellten Mercedes war ein Verkehrszeichen umgefahren worden. An der vorderen Stoßstange des Pkw wurden entsprechende Unfallspuren festgestellt. Die Vermutung lag daher nahe, dass es vor dem Kopfschuss aus nächster Nähe im Wagen zu einem Kampf gekommen war.

„Wir nehmen an, dass die Brieftasche mit der Tageslosung entwendet wurde“, sagte Briegl. Der Taxameter wies einen Fahrpreis von 37 Euro aus.

Der Chauffeur hatte als freier Dienstnehmer bei einem Taxiunternehmen keinen fixen Standplatz und auch keinen Funk.

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