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Belgien: Letzte Zeugen gehört

Mehr als zwölf Wochen nach dem Beginn des Mordprozesses gegen den belgischen Kinderschänder Marc Dutroux sind am Mittwoch die letzten Zeugen gehört worden.

Nach Angaben eines Justizsprechers sollen am kommenden Montag die Plädoyers der zahlreichen Anwälte beginnen. Den Auftakt machen die Vertreter der Opfer der grauenhaften Verbrechen von 1995 und 1996 oder ihrer Hinterbliebenen.

Dutroux selbst beschwerte sich an diesem Verhandlungstag über seine Haftbedingungen im Gefängnis von Arlon, wo er in strenger Einzelhaft gehalten und nahezu ständig überwacht wird. Diese Isolierung sei eine Benachteiligung gegenüber seinem mitangeklagten mutmaßlichen Komplizen Michel Lelievre, sagte Dutroux.

Ein ehemaliger Gefängnisdirektor sagte, Dutroux sei ein besonders aufsässiger Häftling. „Er stellt ständig neue Ansprüche, trickst herum und fordert uns heraus.“ Mehrfach habe Dutroux die Heizung seiner Zelle mit Kot beschmiert.

Dutroux muss sich wegen der Entführung von sechs Mädchen verantworten, von denen vier ihren Qualen erlegen sind. Er soll sie vielfach missbraucht und in einem winzigen Kellerverlies gefangen gehalten haben. Mit ihm angeklagt sind seine frühere Frau Michelle Martin, sein geständiger Komplize Lelievre sowie der zwielichtige ehemalige Brüsseler Fischhändler Michel Nihoul, der jede Tatbeteiligung bestreitet.

Wann das Urteil der zwölf Geschworenen und ihre Entscheidung über das Strafmaß fallen, ist noch offen. Die Auftritte der zahlreichen Anwälte sollen bis zum 3. Juni dauern. Allein für die Plädoyers der drei Verteidiger von Dutroux sind zwei Prozesstage reserviert.

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