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Belgien: Letzte Chance zum Umtausch

Großen Ansturm gibt es in diesen Tagen auf die belgische Notenbank. Tausende Belgier wollen knapp drei Jahre nach der Umstellung auf die Einheitswährung Euro ihre Bestände belgischer Franc- und Centime-Münzen umtauschen.

Die Notenbank stellt den Umtausch von Münzen mit Jahresende ein, während belgische Geldscheine noch unbegrenzt gegen Euro gewechselt werden.

Bei der Nationalbank in Brüssel kämen derzeit täglich rund 500 tauschwillige Bürger mit dem Inhalt ihrer Spardosen oder Marmeladengläser, berichten belgische Zeitungen am Dienstag. Auch in den Filialen der Zentralbank in kleineren Städten sei der Ansturm groß. Ende November waren noch Franc-Münzen im Wert von 190,8 Mio. Euro nicht umgetauscht, berichtet die dpa.

Im Unterschied dazu wird die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) Geldscheine und Münzen der letzten Serie unbegrenzt kostenlos umtauschen. Ebenfalls „kein Ablaufdatum“ gibt es für das ehemalige nationale Bargeld in Deutschland, Irland und Spanien. Belgien und Luxemburg tauschen nur Scheine unbegrenzt um.

Sehr wohl verfallen allerdings Schilling-Geldscheine früherer Serien nach Ablauf des so genannten „Präklusionstermins“, bis zu dem die OeNB frühere Banknoten umtauscht. Nächster „Präklusionstermin“ ist der 30. August 2005, wo letztmalig der 1.000-Schilling-Schein mit dem Porträt der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner gewechselt werden kann. Danach ist diese Note de facto wertlos. Die Nationalbank wird davor noch in einer Informationskampagne auf das bevorstehende Verfallsdatum aufmerksam machen.

Die weiteren „Präklusionsfristen“: Ende November 2006 endet die Umtauschfrist für den 100-S-Schein mit Angelika Kaufmann, am 31. August 2007 jene für den „Josef Ressel-500-er“, ein Jahr später läuft die Frist für die 50-S-Banknote mit Ferdinand Raimund ab. Carl Ritter von Ghega auf dem 20-S-Schein kann noch bis 30. September 2009 gewechselt werden. Otto Wagner (500 Schilling) und Erwin Schrödinger (1.000 Schilling) werden von der OeNB noch bis Ende April 2018 akzeptiert.

In Österreich waren zuletzt noch rund 500 Mio. Euro oder 7 Mrd. Schilling in Umlauf. 320 Mio. Euro (4,5 Mrd. S) davon entfallen auf die Banknoten der „letzten Serie“ vor dem Bargeldumtausch. Der Rest davon entfällt auf Schilling-Banknoten mit „Ablaufdatum“, also so genannter Präklusionsfrist. 20 Jahre nach dem Einziehungstermin verfallen diese Banknoten.

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