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Beleuchtung, Bereifung und Bremsen: Tipps für Fahrradfahrer im Herbst

Richtige Beleuchtung ist beim Fahrradfahren wichtig.
Richtige Beleuchtung ist beim Fahrradfahren wichtig. ©dpa
Die "Fünf B" sorgen dafür, dass Fahrradfahren im Herbst sicher ist: Beleuchtung, Bekleidung, Bereifung, Bremsen und Bodenhaftung sind wichtig. Insbesondere in den Monaten Oktober und November kommt es vermehrt zu Fahrradunfällen, warnt der ARBÖ.
Tödliche Fahrradunfälle

“Nur mit einem technisch einwandfreien Drahtesel radelt es sich verkehrssicher durch den Herbst, denn auf nasser Laubfahrbahn ist schneller ausgerutscht, als mancher Pedalritter glauben mag. Wer im dunklen Outfit, ohne Fahrradbeleuchtung in der Dämmerung unterwegs ist, der spielt mit seinem Leben”, heißt es in einer Aussendung des ARBÖs.

Fahrradunfälle im Herbst

Laut Statistik Austria verunglückten in den Herbstmonaten Oktober und November des Vorjahres österreichweit 867 Radler (das sind ca. 13 Prozent der insgesamt 6747 verunglückten Radler).

Tipps für Fahrradfahrer

Beleuchtung:

Diese sollte selbstverständlich funktionstüchtig sein. Am besten sind Halogen- oder LED-Beleuchtungen mit Standlichtfunktion. Wichtig und gesetzmäßig vorgeschrieben sind weiters ein weißer, nach vorne und ein roter, nach hinten wirkender Rückstrahler, gelbe Pedal-Rückstrahler sowie vier gelbe Speichenreflektoren. Lampen und Reflektoren regelmäßig von Schmutz befreien, um die optimale Sichtbarkeit zu bewahren.

Bekleidung:

Dunkel gekleidete Radler werden von anderen Verkehrsteilnehmern erst auf 25 Metern Entfernung erkannt, hell gekleidete auf 80 Metern. Sind reflektierende Materialien Teil der Kleidung, wird man bereits aus bis zu 150 Metern Entfernung gesehen. Sinnvoll ist es, Funktionswäsche zu tragen, die gegen Kälte schützt, Schweiß jedoch nach außen leitet. Frierende Radler verlieren sehr rasch ihre für den Straßenverkehr lebensnotwendige Konzentration. Warme und Wasser abweisende Handschuhe sollten noch genug Gefühl zum Schalten und Bremsen lassen. Ein gut sitzender Radhelm schützt bei einem Sturz vor schweren Kopfverletzungen.

Bereifung:

Breitere Reifen mit ausgeprägtem Profil eignen sich am besten für Fahrten auf nassen und rutschigen Fahrbahnen. Um die Bodenhaftung zu erhöhen, Luftdruck etwas verringern. Im Fachhandel werden auch Spikereifen für Fahrräder angeboten, die bei Glätte für Traktion sorgen und bei vorsichtiger Fahrweise ein Wegrutschen verhindern. Aber selbst griffige Spikereifen können nicht physikalische Gesetze überwinden, bei Glatteis ist Radfahren immer ein Risiko, warnt der ARBÖ.

Bremsen:

Abgefahrene Bremsbeläge rechtzeitig austauschen, denn Bremsen müssen vor allem im Herbst kraftvoll zupacken können. Felgenbremsen haben im Gegensatz zu Trommel- oder Rücktrittbremsen bei Nässe einen längeren Bremsweg. Bei rutschigen Fahrbahnverhältnisse unbedingt mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sein, um bei einer Notbremsung nicht ins Schleudern zu kommen.

Bodenhaftung:

Sattel so einstellen, dass beim Stehenbleiben der Boden mit beiden Füßen bequem erreicht wird. Vorausschauend und mit moderatem Tempo radeln. Beim Lenken ruckartige Bewegungen vermeiden, sonst könnte das Rad auf glitschiger Fahrbahn wegrutschen.

 In unserem Special finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Fahrradfahren in Wien.

 

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