Behörden mit Korruption überfordert?

Das Vertrauen in die Behörden sinkt kontinuierlich. Korruption wird hierzulande dennoch geringer eingeschätzt als in anderen EU-Ländern.
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Die Mehrheit der Österreicher (60 Prozent) sieht die Behörden bei der Bekämpfung von Korruption überfordert. Das ist das Ergebnis des aktuellen Infoscreen-Monitors, der am Montag veröffentlicht wurde. Nur noch 31 Prozent der Bevölkerung sind von der Lösungskompetenz der zuständigen Ämter überzeugt. Nichtsdestotrotz vermuten 80 Prozent der Befragten, dass die Korruption in anderen EU-Ländern höher ist als in Österreich.

Die mediale Präsenz von Wirtschaftsdelikten und Korruptionsskandalen in den vergangenen Wochen ließ das Vertrauen in die Behörden sinken. “Das Vertrauen in die Justizbehörden war früher um einiges höher. Um das Meinungsbild wieder zum Positiven zu wenden, muss die unabhängige Justiz allen Vorfällen auf den Grund gehen und möglichst rasch Ergebnisse liefern”, erklärte Karin Cvrtila vom Marktforschungsinstitut OGM in einer Aussendung.

Für die Studie wurden 500 Österreicher ab 16 Jahren telefonisch befragt. 60 Prozent der Teilnehmer bezweifeln, dass die Behörden den Problemen bei der Aufklärung von Wirtschaftsdelikten gewachsen sind, 31 Prozent sind von der Lösungskompetenz überzeugt. Neun Prozent äußerten sich nicht zu der Frage.

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