Begräbnisfeierlichkeiten für Zilk begonnen

Helmut Zilk hat am Samstagvormittag seine letzte Reise angetreten - und sie führte zunächst zum Wiener Wahrzeichen, dem Stephansdom.

Der Sarg mit dem verstorbenen Altbürgermeister wurde am Vormittag von einem Wagen der Bestattung Wien mit Polizeieskorte vom Rathaus zur Kirche gebracht. Dort hatten zwei Fiaker-Kutschen zu Ehren des einstigen Stadtoberhaupts Aufstellung genommen.

Am Riesentor erwarteten Witwe Dagmar Koller und die weiteren Familienmitglieder sowie Dompfarrer Faber den Wagen. Sie geleiteten den Sarg in die Kirche. Und auch die Bevölkerung nahm bereits Anteil: Das Geschehen wurde von zahlreichen Menschen beobachtet, die sich außerhalb der Absperrung, die großräumig um den Dom gezogen worden war, eingefunden hatten.

Sie ließen sich von der Witterung nicht beirren, denn der Auftakt zu den Begräbnisfeierlichkeiten war von Regen und kühlen Temperaturen begleitet. Groß auch das Interesse der Medien. Journalisten, Kamerateams und Fotografen beobachteten das Eintreffen des Sarges beim Dom.

Nachdem der Leichnam in Empfang genommen worden war, bewegte sich das Kondukt in den vorderen Teil des Kirchenschiffs, wo der Verstorbene aufgebahrt wurde. Beflankt war der Sarg mit je drei Kerzenleuchtern. Zudem wurde ein schwarz gerahmtes Bild von Zilk aufgestellt sowie ein Bouquet aus roten Rosen niedergelegt, auf dessen Schleife geschrieben stand: “Die Liebe hört niemals auf. Immer Deine Dagmar”. Im Anschluss daran sprach Dompfarrer Toni Faber ein Gebet und nahm die Segnung vor.

Danach wurde der Sarg mit Weihwasser besprengt und das Weihrauchfass geschwenkt. Anschließend nahm Dagmar Koller noch einmal auf berührende Weise Abschied von ihrem Gatten. Unter Tränen trat sie an Zilks Sarg und strich mehrmals über das Bahrtuch. Zilk sei in besonderer Weise ein Lehrer für die Jugend und für die Menschen gewesen, so Faber: “Und er war bereit weiterzugeben, was er für wichtig und richtig erkannte.”

Bis 12.00 Uhr hat die Bevölkerung noch Gelegenheit, vom Wiener Altbürgermeister im Dom Abschied zu nehmen. Nach der Aufbahrung wird der Steffl für kurze Zeit gesperrt, um letzte Begräbnisvorbereitungen zu treffen. Die Kirche ist auch während des Requiems, das um 14.00 Uhr beginnt, für die Bevölkerung geöffnet. Allerdings sind rund 500 bis 600 Plätze für Ehrengäste reserviert. Die Messe wird auch mittels Video-Leinwand live auf den Stephansplatz übertragen.

Ansprachen werden Bundeskanzler Gusenbauer und der ehemalige Wiener Stadtschulratspräsident Scholz, ein enger Mitarbeiter Zilks, halten. Nach dem Requiem wird der Sarg unter dem Geläute der Pummerin beim Riesentor verabschiedet und zum Zentralfriedhof gebracht.

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