Begeisterung zu neuem Handke-Stück hielt sich in Grenzen

Peter Handke bekam nur höflichen Applaus im Akademietheater
Peter Handke bekam nur höflichen Applaus im Akademietheater ©Ruth Walz
"Die schönen Tage von Aranjuez" feierten am Dienstag im Akademietheater Premiere. Festwochen-Chef Luc Bondy inszenierte, das Publikum zeigte sich höflich, aber wenig begeistert.

“Bemüht” dürfte das richtige Wort für die Uraufführung im Akademietheater sein. Obwohl die Schauspieler Dörte Lyssewski und Jens Harzer, die als “die Frau” und “der Mann” einen “Sommerdialog” über Liebe und Leben, Natur und Menschheit halten, wirklich alles gaben, wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Dafür wurde auf einer von Dichter-Tochter Amina Handke gestalteten Hinterbühne eine eindeutige Rollen-Verteilung vorgenommen: Harzer bot mit Ritterharnisch, dem Federschmuck eines Indianerhäuptlings oder falschem Schnurrbart immer wieder ironische Theater-Einlagen, während Lyssewski die Fragen nach dem Liebes-Vorleben ihrer Figur mit großer Ernsthaftigkeit zu beantworten suchte.

Das Publikum dankte nach beinahe zwei Stunden – aber nur höflichkeitshalber, und mit sehr wenigen Bravo-Rufen für Handkes “Die schönen Tage von Aranjuez“. (APA)

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