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BBC-Journalist sagt in Kelly-Affäre aus

Im Rahmen der Untersuchung zum Tod des britischen Waffenexperten David Kelly hat der BBC-Journalist Andrew Gilligan am Dienstag vor dem Ermittlungsrichter ausgesagt.

Bei seiner Vernehmung durch Lordrichter Brian Hutton in London zitierte Gilligan aus Notizen, die er sich während eines Gespräches mit Kelly am 22. Mai gemacht hatte.

Kelly habe ihm gesagt, dass die Behauptung der britischen Regierung, wonach der Irak innerhalb von einer Dreiviertelstunde Massenvernichtungswaffen einsetzen könne, nur auf „einer einzigen Quelle“ basiere und deshalb nicht ganz zuverlässig sei. Der Journalist wollte sich Kellys Informationen danach von anderer Seite bestätigen lassen, wie er aussagte. Dabei habe er erfahren, dass die Regierungsakte zum Irak mit der umstrittenen Zeitangabe „eine Woche vor ihrer Veröffentlichung auf Initiative von (Kommunikationschef) Alastair Campbell abgeändert“ worden sei.

Gilligan ist eine Schlüsselfigur in der Affäre um Kellys Tod. Er hatte sich bei seinem Bericht über angeblich aufgebauschte Geheimdienstinformationen zur Rechtfertigung des Irak-Krieges Ende Mai in erster Linie auf Kelly als Informanten gestützt. Der Wissenschaftler wurde vor drei Wochen mit aufgeschnittener Pulsader tot aufgefunden. Der britischen Regierung wird vorgeworfen, Kelly in den Selbstmord getrieben zu haben, weil er ihr Vorgehen im Irak-Krieg kritisiert hatte.

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