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Bayern mit taktischer Disziplin zum 1:0-Sieg in Dortmund

Harnik konnte in Wolfsburg nur kurzfristig ausgleichen
Harnik konnte in Wolfsburg nur kurzfristig ausgleichen
Bayern München hat den Kurs auf seinen 25. deutschen Fußball-Meistertitel trotz Personalsorgen gehalten. Der Titelverteidiger entschied das von Taktik geprägte Prestigeduell bei Vizemeister Borussia Dortmund am Samstagabend mit 1:0 (1:0) für sich. Bittere Niederlagen setzte es für die zwei Österreicher-Clubs VfB Stuttgart und den 1. FC Köln.


Die Bayern mussten mit ÖFB-Star David Alaba, Arjen Robben oder Franck Ribery zahlreiche verletzte Leistungsträger vorgeben, behaupteten aber ihren Zehn-Punkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger Wolfsburg. In direkten Duellen mit den Dortmundern stellten sie unter Trainer Pep Guardiola dank einer enorm disziplinierten Leistung auf 4:3 Pflichtspielsiege.

Guardiola setzte ohne viele seiner Offensivstars entgegen den üblichen Gepflogenheiten auf ein Defensivkonzept – mit Erfolg. Die Münchner ließen sehr wenig zu. Einzig Dortmunds Marco Reus sorgte mit einem Schuss ans Außennetz (61.) und einem Freistoß (88.) für Gefahr. Auf der Gegenseite verwertete Lewandowski die einzige Großchance per Kopf, nachdem BVB-Torhüter Roman Weidenfeller einen Schuss von Thomas Müller pariert hatte.

Für Dortmund endete eine Serie von zuletzt sieben Ligaspielen ohne Niederlage. Der Vizemeister rangiert weiter auf dem zehnten Tabellenplatz, ist aber immer noch im Rennen um die Europacup-Plätze. Am Dienstag geht es im Cup-Viertelfinale gegen 1899 Hoffenheim. Die Bayern bekommen es am Mittwoch im Schlager auswärts mit Bayer Leverkusen zu tun.

Für Stuttgart, das sich mit einem Sieg gegen Frankfurt in die Länderspiel-Pause verabschiedet hatte, war der sechste Saisontreffer von Martin Harnik am Samstag zu wenig. Der ÖFB-Teamspieler traf mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit 28. November zum zwischenzeitlichen Ausgleich (45.), doch Ricardo Rodriguez (65.) und Andre Schürrle (76.) schossen Wolfsburg noch zum Sieg. Florian Klein spielte für Stuttgart durch. Auf den rettenden 15. Platz fehlen Stuttgart damit schon fünf Zähler, auf den Relegationsplatz 16 zwei Zähler. Den nimmt der noch nie abgestiegene HSV ein, der bei der Premiere des neuen Trainers Peter Knäbel in Leverkusen unterging.

Großer Sieger im Kampf um den Klassenerhalt war der SC Freiburg mit einem 1:0-Erfolg gegen den vom Wiener Peter Stöger betreuten 1. FC Köln. Die Breisgauer rückten damit bis auf zwei Punkte an den Aufsteiger heran, bei dem Kevin Wimmer in der Innenverteidigung durchspielte.

Im Duell von drei ÖFB-Teamspielern gab es zwischen Werder Bremen und Mainz 0:5 keinen Sieger. Sebastian Prödl führte Bremen als Kapitän aufs Feld, spielerische Klasse zeigte Werder aber erst nach der Einwechslung von Zlatko Junuzovic (62.), der zunächst geschont worden war. Bei Mainz spielte Julian Baumgartlinger durch. Der Punkteverlust bedeutete für Bremen einen Rückschlag im Kampf um einen Europa-League-Platz.

Siege feierten am Samstagnachmittag die Champions-League-Anwärter VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen (4:0 gegen den HSV) und Borussia Mönchengladbach (ohne den verletzten Martin Stranzl 4:1 bei Hoffenheim). Vor dem Schlager am Abend (18.30) zwischen Borussia Dortmund und Tabellenführer Bayern München (64 Punkte) hielt Wolfsburg (57) damit den klaren Vorsprung auf Gladbach (50) und Leverkusen (48).

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