Bawag: auch ohne Flöttl Riesenverluste

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Laut neuesten Aussagen von Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner hat die Gewerkschaftsbank BAWAG ihre Karibik-Geschäfte ab 1998 in Eigenregie durchgeführt - und dabei 500 Millionen Dollar verloren.

Weiteres Ungemach könnte der Bank in der Insolvenzcausa Refco blühen, schreibt wiederum „Die Presse”. Im Refco-Verfahren gebe es nämlich Überlegungen, die BAWAG zum Gläubiger zweiter Klasse zu machen.

In den USA verlangten Refco-Gläubiger laut dem Branchendienst „Debtwire” nämlich vehement, die BAWAG-Forderungen an Refco wegen der unklaren Rolle der österreichischen Gewerkschaftsbank im Refco- Skandal nachrangig zu stellen.

Dies würde bedeuten, dass die BAWAG im Refco-Insolvenzverfahren für ihre Forderungen erst Geld sieht, wenn alle anderen Gläubiger befriedigt sind.

Die BAWAG hat im Refco-Konkurs nach Eigenangaben 392 Millionen Euro Forderungen angemeldet. Darunter auch den 350-Millionen-Euro- Kredit, den die Gewerkschaftsbank im vergangenen Oktober knapp vor der Refco-Pleite unter aufklärungswürdigen Umständen an einem Wochenende an Phillip Bennet, den damaligen Chef des Brokerhauses, überwiesen hat. „Debtwire” gibt die BAWAG-Forderung einschließlich des Refco-Kredits allerdings mit nur 234 Millionen Dollar an.

Ohne Nachrangigkeit stünden die Chancen der BAWAG, zu einem Teil ihres Geldes zu kommen, offenbar nicht so schlecht: Laut US-Angaben bieten Hedge-Fonds Refco-Gläubigern für die Übernahme der Forderungen derzeit bis zu 50 Prozent des Wertes an.

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