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Banküberfall in der Wiener Innenstadt: Unbewaffneter Serientäter flüchtig

Eine Bank in der Wiener Innenstadt wurde überfallen
Eine Bank in der Wiener Innenstadt wurde überfallen ©APA (Sujet)
Dienstagfrüh kurz vor 9 Uhr wurde eine Bankfiliale in der Schottengasse in der Wiener Innenstadt überfallen. Der Unbewaffnete betrat die Bankfiliale und bedrohte die 42-jährige Angestellte mit den Worten: "Das ist ein Überfall. Geld her!" Ein Zusammenhang mit anderen Coups wird vermutet.
Überfall in der Taborstraße
Bankraub mit "Bombenkoffer"

Dramatische Szenen waren Dienstag gegen 9.00 Uhr in einer Bankfiliale in der Schottengasse angesagt. “Das ist ein Überfall. Geld her!”, bedrohte ein dunkel gekleideter, etwa 40 bis 45 Jahre alter Mann eine Angestellte. Als ihm die Kassierin kein Geld aushändigte, lief er davon und flüchtete ohne Beute in Richtung Schottentor.

Wie später am Dienstag bekanntgegeben wurde, hatte der Täter damit gedroht, in der Bankfiliale eine “Bombe” hochgehen zu lassen. Dies und andere Hinweise deuten offenbar darauf hin, dass es sich um einen Serientäter handelt, der in Wien in den vergangenen zehn Tagen bereits zweimal aktiv war.

Fahndung nach Innenstadt-Bankräuber

Eine Sofortfahndung verlief ergebnislos. Bei dem Überfall wurde niemand verletzt.

Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen und ist zurzeit mit der Spurensicherung am Tatort und der Auswertung der Videoüberwachung der Bank beschäftigt.

Serientäter-Verdacht: Überfälle mit “Bombe”

Der Mann wird verdächtigt, bereits für die Coups am 17. Jänner 2014 in der Alser Straße und am 22. Jänner 2014 in der Taborstraße jeweils in einer Bankfiliale verantwortlich zu sein.

Am 17. Jänner hatte ein verwirrter Bankräuber nicht nur die Angestellten eines Geldinstituts in der Alser Straße 23 in Wien-Alsergrund geschockt, sondern auch für einen veritablen Stau gesorgt. Da er die vermeintliche Bombe in der Filiale der Erste Bank in einem Koffer zurückgelassen hatte, war die Umgebung großräumig abgesperrt worden, bis der Entschärfungsdienst der Polizei gegen Entwarnung geben konnte.

Der stark vermummte und mit einer Sonnenbrille maskierte Mann hatte die Bank am Nachmittag betreten. Er legte an der Kassa einen Zettel mit der Anweisung “Geld her – Vorsicht Bombe” vor und sprach seinen Befehl auch aus. Als er das Geld an sich raffte, fiel ihm ein Teil der Beute aus seinem Sackerl, die er dann ebenso wie den Rest der Scheine auf dem Kassenpult liegen ließ. Sein Vorgehen kam den Angestellten merkwürdig vor.

“Das ist ein Überfall. Geld her!”

Am vergangenen Mittwoch hatte ein unbewaffneter Mann am Nachmittag eine Bank in Wien-Leopoldstadt überfallen. Er konnte mit seiner Beute fliehen, berichtete die Polizei. Zu einer 30-jährigen Angestellten hatte er genau wie beim Coup am Dienstag gesagt: “Das ist ein Überfall. Geld her!” Zum Zeitpunkt des Überfalls waren zwei weitere Angestellte und ein Kunde anwesend.

Für sachdienliche Hinweise an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01/ 31310 DW 33800 (Journaldienst), die zur Ausforschung des Serientäters führen, ist eine Geldbelohnung von € 2.000,- ausgelobt.

Dieser Mann wird gesucht

Der Verdächtige ist 40 bis 45 Jahre alt, etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, von untersetzter Statur und auffallend heller Gesichtshaut, so die Polizei. Er spricht Wiener Dialekt und war dunkel bekleidet mit schwarzer Wollmütze und dunkler Umhängetasche.

Für sachdienliche Hinweise an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01/ 31310 DW 33800 (Journaldienst), die zur Ausforschung des Serientäters führen, ist eine Belohnung von 2.000 Euro ausgelobt worden.

(apa/Red)

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