Bankomatkarten-Diebstahl: 50.000 Euro Schaden in Wien

So sollte man sein Kredikarten eher nicht aufbewahren.
So sollte man sein Kredikarten eher nicht aufbewahren. ©Bilderbox
Ein Spielsüchtiger bestahl ältere Personen und Schwimmbad-Besucher und konnte von Jänner bis August 50.000 Euro von verschiedenen Konten abheben. Der Diebstahl der Bankomat- und Kreditkarten wurde von den Opfern zum Teil erst nach Monaten bemerkt..

Mit gestohlenen Bankomat- und Kreditkarten hat ein 27-Jähriger 50.000 Euro von Konten mehrerer Opfer abgehoben. Von Jänner bis Anfang August entwendete der Spielsüchtige mehr als 15 Karten mit denen er mehrmals Behebungen und Überweisungen durchführte, teilte die Wiener Polizei am Mittwoch mit. Einige ältere Opfer bemerkten den Diebstahl teilweise erst nach einigen Monaten.

Nach einem medialen Aufruf mit der Bitte um Hinweise am 27. August gab es zahlreiche Hinweise. Der Verdächtige konnte dadurch identifiziert und über sein Mobiltelefon erreicht werden. Nach einer Aufforderung durch die Polizei stellte er sich freiwillig.

Spielsucht finanziert

Etwa 15 Bankomat- und Kreditkarten entwendete der 27-Jährige aus Umkleidekästen städtischer Bäder, die restlichen luchste er älteren gebrechlichen Personen ab oder stahl sie diesen in einem unbemerkten Moment. Teilweise fand er eine Notiz mit dem Code, der ihm Behebungen leicht machte. Bei anderen Karten führte er Überweisungen auf Konten jener Opfer durch, bei denen er Geld abheben konnte. Um seine Spielsucht zu finanzieren, führte er insgesamt 59 Transaktionen durch, teilte die Polizei mit.

Aufgeflogen war der Fall durch einen aufmerksamen Sozialarbeiter, der auf dem Konto eines alten Mannes merkwürdige Vorgänge bemerkte. Der 82-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt stationär in Spitalbehandlung und konnte diese nicht selbst durchgeführt haben. Der Betreuer erstatte daraufhin am 29. April Anzeige. Dem Patienten wurden von 5. Jänner bis 20. April bei 35 Verwendungen seiner Kredit- und Bankomatkarten 20.000 Euro abgebucht. Der 27-Jährige verwendete die Karten auch in Spiellokalen und an Fahrscheinautomaten.

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