Bangladesch: Infektionen mit Milzbrand-Erreger

Im Norden Bangladeschs haben sich dutzende Menschen mit dem gefährlichen Milzbrand-Erreger infiziert.

In der vergangenen Woche hätten sich in der Stadt Shajadpur mindestens 52 Menschen angesteckt, sagte ein ranghoher Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums am Montag. Bei neun Ausbrüchen der Krankheit seien dieses Jahr bereits 162 Menschen infiziert worden. Gestorben sei bisher niemand.

Die meisten Fälle wurden in ländlichen Gebieten registriert, in denen Viehzucht betrieben wird. Der letzte Ausbruch wurde den Angaben zufolge von Viehhaltern verursacht, die erkrankte Kühe geschlachtet und das Fleisch verkauft haben. Zwar gebe es eine Tierimpfung gegen die Krankheit, die Behörden hätten aber nicht ausreichend Mittel, alle Herden des Landes zu impfen.

Milzbrand oder Anthrax ist eine bakterielle Infektionserkrankung, die vor allem bei Tieren vorkommt, aber auf den Menschen übertragen werden kann. Sie befällt gewöhnlich die Haut, in einigen Fällen aber auch die Atemwege oder den Darm. Besonders Infektionen der Atemwege und des Darms verlaufen häufig tödlich. Milzbrand ist auch als biologische Waffe gefürchtet.

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