Bande ergaunerte in Wien Autos von Autohäusern: Haftstrafen

Für die Betrügereien müssen die Mitglieder der Bande ins Gefängnis..
Für die Betrügereien müssen die Mitglieder der Bande ins Gefängnis.. ©pixabay.com (Symbolbild)
Eine Bande ergaunerte sich mit gefälschten Unterlagen bei zwei Autohäusern zahlreiche Fahrzeuge und verkauften diese weiter. Außerdem begingen die Männer und Frauen noch andere Betrügereien - so bestellten sie Waren, die sie nicht bezahlten.

Die Haupttäter wurden mittlerweile zu hohen Haftstrafen verurteilt, berichtete die Polizei am Sonntag.

Monatelange kriminalistische Arbeit der Betrugsermittler des LKA Wien hat zu mehreren Festnahmen im Sommer dieses Jahres geführt. Während den Serben mit österreichischer Staatsbürgerschaft der Prozess gemacht wurde, ging die polizeiliche Arbeit weiter. Diese “Strukturermittlungen” ergaben zahlreiche weitere Delikte. Die Schadenssumme beträgt mindestens 300.000 Euro.

Autos von Autohäusern ergaunert

Die Kfz-Betrügereien begannen im Mai 2016, kurz nachdem der 29-jährige Haupttäter eine mehrjährige Haftstrafe wegen anderer Betrugsdelikte abgesessen hat. Er stattete Komplizen in Serbien mit gefälschten Unterlagen aus. Zusammen mit einem ebenfalls 29-jährigen Hauptkomplizen versuchte er bei zwei Autohändlern über Kreditverträge, lautend auf die Helfer im Ausland, diverse Kfz zu erwerben – elf Mal erfolgreich, acht Mal vergeblich. Die Wagen wurden im In- und Ausland veräußert, die Kredite nicht beglichen. Zwei Autos konnten im Zuge der Amtshandlung sichergestellt werden.

Zahlreiche weitere Betrügereien der Bande

Damit nicht genug: Die zwei Männer, unterstützt von ihren Frauen, begingen einen Kreditbetrug bei einer deutschen Bank, diverse Kontoeröffnungs- und Bestellbetrügereien und einen Sozialleistungsbetrug. Bei der MA40 (Soziales) täuschten sie vor, bedürftig zu sein und ein Bett zu benötigen. Vor dem Besuch eines Kontrolleurs versteckten sie ihr vorhandenes Bett im Keller – und erhielten ein neues. Die beiden arbeitslosen Ehepaare finanzierten sich mit den Gewinnen aus ihren Betrügereien u.a. Urlaube und Casino-Besuche.

Der Drahtzieher bekam sechs Jahre und acht Monate Haft aufgebrummt. Sein Hauptkomplize muss für vier Jahre und zwei Monate, die Ehefrauen für 18 bzw. 15 Monate ins Gefängnis. Alle Strafen wurden unbedingt verhängt.

(APA/Red)

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