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Ballack "steht nur im Weg"

Nach dem 1:1 im englischen Spitzenspiel zwischen Manchester United und Chelsea am Sonntag haben sich beide Trainer als Sieger gefühlt. Großer Verlierer war Michael Ballack, der von der Presse verhöhnt wurde.

“Für uns ist es ein besseres Resultat als für ManU. United hat die sehr große Chance verpasst, sechs Punkte davonzuziehen”, sagte Chelsea-Coach Jose Mourinho. Doch auch sein Widerpart Sir Alex Ferguson war mit dem Remis nicht unzufrieden. “Das Wichtigste ist, dass wir bewiesen haben, die Tabellenführung zu verdienen. Ich bin zufrieden mit unserer Leistung.”

In der englischen Presse wurde nach dem “Giganten-Duell” Chelsea-Mittelfeldspieler Michael Ballack als großer Verlierer gesehen. “Das Tempo in der Premier League scheint für ihn zu hoch”, sagte der frühere schottische Teamspieler Lou Macari. Die Boulevardzeitung “The Sun” lästerte: “Er scheint immer im Weg zu stehen.” Und der “Guardian” riet dem 30-jährigen Deutschen, er solle “sich ein wenig schämen”. Vier Monate nach seinem Dienstantritt beim englischen Meister hat Ballack – ebenso wie der 50 Millionen Euro teure Neuzugang Andrej Schewtschenko – viel Kredit verspielt. “Manchmal schienen selbst die einfachsten Aufgaben, wie einen kurzen Pass zu spielen, für die Beiden zu viel”, schrieb der “Guardian”. “Wenn man nicht wüsste, dass er der deutsche Kapitän ist, würde man sagen: ein sehr durchschnittlicher Spieler”, meinte der ehemalige Liverpool-Profi Alan Hansen, der als TV- und Zeitungskommentator die Meinung an den englischen Stammtischen vorgibt. “Von ihm kommen keine Vorstöße, alles scheint sehr lethargisch und langsam. Man muss ihm mal sagen, dass Chelsea verdammt viel Geld für seine Dienste gezahlt hat und dass sie eine Gegenleistung erwarten dürfen.”

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