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Bahn-KV: Verhandlungsrunde kurz vor Streikbeginn

Kurz vor den Bahn-Streiks finden um 10 Uhr noch weitere Verhandlungen statt.
Kurz vor den Bahn-Streiks finden um 10 Uhr noch weitere Verhandlungen statt. ©APA/Roland Schlager (Themenbild)
Am Montag soll gestreikt werden. Kurz vor dem Bahn-Streik findet eine Verhandlungsrunde um 10 Uhr statt, trotz allem meldet die Sprecherin: "Aus jetziger Sicht findet der Warnstreik wie geplant statt".

Im Ringen um einen neuen Kollektivvertrag für die 40.000 Eisenbahner wird es kurz vor Beginn des Warnstreiks noch eine Verhandlungsrunde geben. Für Montag, 10 Uhr, sei ein Verhandlungstermin vereinbart, teilte eine Sprecherin der Gewerkschaft vida der APA mit. Ab 12 Uhr ruft vida zu einem zweistündigen Streik auf. “Aus jetziger Sicht findet der Warnstreik wie geplant statt”, so die Sprecherin.

Die Verhandlungsrunde am Montagvormittag ist das Ergebnis eines Vier-Augen-Gesprächs zwischen den beiden Chefverhandlern, das am Sonntagabend stattgefunden hat. Der Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite, Thomas Scheiber, hat bei diesem Treffen vida-Chef Roman Hebenstreit ein “substanziell verbessertes Angebot” vorgelegt, wie Scheiber sagte. Dem Wunsch der Arbeitgeber, noch in der Nacht auf Montag über den KV zu verhandeln, ist die Gewerkschaft aber nicht nachgekommen – sie will stattdessen das Angebot im Detail bewerten.

Ob sich der Warnstreik noch abwenden lässt, ist damit völlig offen. Scheiber erklärte nach dem Treffen mit Hebenstreit, es werde “sehr knapp”, aber es sei noch möglich. “Wenn die Gewerkschaft wirklich willens ist, kann es sehr schnell einen KV-Abschluss geben und der Streik noch verhindert werden”, so Scheiber. “Wir haben alles getan, um den angekündigten Streik zu verhindern.” Das Angebot sei hart an der Grenze des Leistbaren.

Verzögerungen im Bahnverkehr auch nach 14 Uhr nicht ausgeschlossen

Für den Fall, dass die Verhandlungsrunde scheitert, sind die Eisenbahner österreichweit dazu aufrufen, ihre Arbeit für zwei Stunden niederzulegen. Verzögerungen im Bahnverkehr sind aber auch nach dem geplanten Streikende um 14 Uhr nicht ausgeschlossen. Die ÖBB rät ihren Kunden, sich im Internet oder über die Telefon-Hotline zu informieren und auf die Durchsagen an Bahnhöfen und in Zügen zu achten. Auch der ÖBB-Rivale Westbahn hat Einschränkungen im Betrieb nicht ausgeschlossen. Nicht betroffen sind Busverbindungen, Straßenbahnen und U-Bahnen.

Die ÖBB rät ihren Kunden, sich im Internet oder über die Telefon-Hotline zu informieren und auf die Durchsagen an Bahnhöfen und in Zügen zu achten. Auch der ÖBB-Rivale Westbahn hat Einschränkungen im Betrieb nicht ausgeschlossen. Nicht betroffen sind Busverbindungen, Straßenbahnen und U-Bahnen.

Da eine Einigung zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft noch in letzter Minute möglich sei, ersuche man die Kunden, sich auch aktiv über die Informationskanäle der ÖBB im Internet oder über die Telefon-Hotline zu informieren, ob es tatsächlich zu einem Streik kommen wird.

(APA/Red)

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