Bagdad: Selbstmord-Anschlag vor Militärzentrum

Einen Tag vor den Wahlen im Irak hat sich ein Selbstmord-Attentäter vor einem irakisch-amerikanischen Militärzentrum in der Stadt Khanaqin bei Bagdad in die Luft gesprengt und dabei acht Menschen mit in den Tod gerissen.

Bei den Opfern handle es sich um fünf Zivilisten und drei irakische Soldaten, teilte das US-Militär mit. Sieben weitere Personen erlitten Verletzungen.

Ein Vertreter der Wahlkommission hatte zuvor gesagt, ein Autobomben-Anschlag habe sich vor einem Wahllokal der Stadt ereignet. Augenzeugen berichteten später, der Attentäter habe seinen Sprengsatz mitgebracht und sich dann vor der Schutzmauer der Anlage in die Luft gesprengt.

Extremisten im Irak haben angekündigt, durch Terror und Gewalt die ersten freien und demokratischen Wahlen nach dem Ende der Ära Saddam Husseins stören zu wollen. In einer am Freitag von der als Al-Qaeda-nahe geltenden Extremisten-Organisation des Jordaniers Abu Musab al-Zarqawi veröffentlichten Internet-Botschaft wurde dazu aufgerufen, Wahllokale als „Zentren der Treulosigkeit und Unmoral“ anzugreifen. In der vergangenen Woche waren bereits Dutzende von Wahleinrichtungen attackiert worden.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Bagdad: Selbstmord-Anschlag vor Militärzentrum
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.