Babyleichenfund: Polizei hat erste Spur zur Mutter

Die Polizei bittet nach wie vor um Hinweise.
Die Polizei bittet nach wie vor um Hinweise. ©Bilderbox
Ein Radfahrer beobachtete eine weinende Frau im Stadtpark. Die Gesuchte schwebt möglicherweise in akuter Lebensgefahr. Die Todesursache des Säuglings ist derweil nach wie vor unbekannt.
Hintergrund: Säuglingsleiche gefunden

Nach dem Fund einer Babyleiche im Wiener Stadtpark am Sonntag hat die Polizei konkrete Hinweise zur Mutter erhalten. Ein Radfahrer hat in der Nähe des Fundortes eine weinende auf der Bank liegende Frau beobachtet, meldete die Exekutive. Die gerichtliche Obduktion des Säuglings habe ergeben, dass die Plazenta, die üblicherweise 500 bis 600 Gramm wiegt, nur 200 Gramm schwer war. Würde die Mutter noch Reste des Mutterkuchens im Körper tragen, wäre die Frau laut Gerichtsmediziner in akuter Lebensgefahr.

Die Polizei hat einen Aufruf an Wiener Ärzte und Spitäler gestartet, mit der Bitte sich zu melden, falls sich eine 20 bis 30 Jahre alte Frau von mittlerer Statur, dunklen Teints (Romatyp) mit hellblonden (offensichtlich gefärbten) Haaren in Behandlung begeben hat. Die Gesuchte trug laut dem Zeugen ein ärmelloses dunkles T-Shirt (grün oder braun).

Keine äußerlichen Verletzungen

Das Gewicht des Babys wurde mit 2.260 Gramm festgestellt, die Größe betrug 48 Zentimeter. Die Todesursache war zunächst noch unbekannt, äußerliche Verletzungen wurden keine gefunden.

Ein Spaziergänger hat am Sonntag gegen 13.00 Uhr den grausigen Fund gemacht. In unmittelbarer Nähe des Johann-Strauß-Denkmals entdeckte er den Plastiksack mit dem in blutverschmierte Handtücher gewickelten toten Baby. Es handelte sich um einen weiblichen Säugling. Die Geburt dürfte – vom Zeitpunkt des Fundes gerechnet – vier bis fünf Tage her sein. Der in einem Plastiksack gepackten Leiche waren ein blau-weiß-geblümtes Damenkleid sowie eine schwarze Einkaufstasche beigelegt.

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