Baby-Run auf Web-Domains

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Der Internet-Hype hat inzwischen auch die jüngsten Erdenbürger erreicht. Immer mehr Babys und Kleinkinder sind schon im Besitz einer eigenen Homepage, lange bevor sie ihr erstes Wort sprechen können.

Nicht wenige Eltern suchen bei der Namenswahl ihres Kindes auch gleich die dazu passende Internetdomain aus. Derzeit gibt es zwar noch keine konkreten Zahlen dazu, wie viele Babys mit der Entlassung aus der Geburtenstation bereits eine Webadresse haben, aber der Trend zeigt deutlich nach oben, wie das Technologieportal RedOrbit berichtet.

Viele Eltern sorgen sich offenbar, dass der Name ihres Kindes nicht mehr als freie Domain verfügbar ist, bis dieses in ein Alter kommt, in dem es selbst in der Lage ist, eine Webseite zu betreiben.

Viele Anfragen

“Ich kann weder bestätigen noch dementieren, dass Eltern vermehrt Domains für ihre Kinder registrieren lassen, da wir kein Alter abfragen und da es auch keine konkreten Zahlen dazu gibt, lässt es sich nicht nachweisen. Wir haben aber schon häufig Anfragen dahingehend bekommen”, sagt Richard Wein, Geschäftsführer der österreichischen Domainverwaltung nic.at, auf Nachfrage von pressetext.

Rein rechtlich könne erst eine Person über 18 Jahren als Inhaber eingetragen werden. “Da wir oft gefragt werden, ob es möglich ist, sein Kind als Besitzer der Domain anzugeben bzw. viele Leute nachfragen, wie die rechtliche Situation dahingehend aussieht, gehe ich davon aus, dass es inzwischen viele Webseiten gibt, die für Kinder registriert wurden”, fügt Wein hinzu.

Der Trend, seinem Kind schon zur Geburt eine Webseite zu schenken, verdeutlicht, wie wichtig es heute ist, sich neben der realen auch eine digitale Identität zu schaffen.

So kann sich auch kaum ein Teenager noch vorstellen, nicht bei einer Social-Networking-Plattform wie MySpace oder Facebook registriert zu sein.

Meist greifen die Eltern bei der Wahl des Domainnamens auf einen leicht zu merkenden zurück. Mit dem Erwerb einer eigenen Homepage erhalten die Kids dann auch zusätzliche Online-Annehmlichkeiten wie persönliche E-Mailadressen. Viele, die ihren Babys (noch) keine Domain schenken, verlagern das Leben des neuen Erdenbürgers häufig in Blogs, wo sie Fotos zeigen und die Entwicklung des Kindes tagebuchartig dokumentieren.

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