Autounfall in Neuseeland: Wienerin entschädigt Opferfamilien

Eine in einen schweren Autounfall in Neuseeland verwickelte Wienerin entschädigt die Familien der vier Todesopfer mit fast ihren gesamten Ersparnissen.

Wie ein Gericht in Christchurch am Mittwoch entschied, muss Heike S. den Familien insgesamt 31.000 neuseeländische Dollar (16.280 Euro) zahlen, teilte ihr Anwalt Richard Raymond der APA mit.

Die Österreicherin habe mit Ausnahme der Entschädigung keinerlei weitere Strafen erhalten und sei “äußerst glücklich” über das Urteil, erzählte der Anwalt. “Sie wollte ihnen (den Familien) zahlen, was sie konnte”, erzählte er. Raymond hob das beispielhafte Verhalten der 30-Jährigen gegenüber dem Gericht und den Opferfamilien hervor, das ihr in Neuseeland viele Sympathien eingebracht habe: “Sie war eine fantastische Botschafterin für Ihr Land.” Heike S. werde Neuseeland am 24. Dezember verlassen und nach Österreich zurückkehren.

Die Frau war am 2. Dezember mit ihrem Campingwagen auf einer Landstraße von der Fahrbahn abgekommen und fuhr auf eine Grasfläche neben der Straße. Als sie gegenzulenken versuchte, überquerte sie die Fahrbahnmitte und raste in einen Pulk von 17 Motorrädern. Ein britisches Paar und ein neuseeländischer Familienvater starben noch an der Unfallstelle, die elfjährige Tochter des Neuseeländers einen Tag später. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.

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