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Autofahrer steigen laut Umfrage für einzelne Strecken aufs Rad um

Für einzelne Strecken steigen Autofahrer aufs Rad um.
Für einzelne Strecken steigen Autofahrer aufs Rad um. ©APA (Symbolbild)
Für zwei Drittel der Strecken, die sie früher mit dem Auto gefahren sind, steigen Autofahrer einer aktuellen Umfrage zufolge aufs Fahrrad um. Befragt wurden im Auftrag des Verkehrsclubs Österreichs (VCÖ) 800 Personen.
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Insgesamt stellten laut Umfrage 46 Prozent fest, dass sich die Bedingungen zum Radfahren in ihrem Wohnort verbessert haben, bei den über 55-Jährigen sind es sogar 56 Prozent. Der Radler-Boom hält an: Jeder zweite Radfahrer möchte heuer häufiger in die Pedale treten.

Auch Radfahrer fahren häufig mit dem Auto

Wer glaubt, Radfahrer und Autofahrer wären zwei verschiedene Gruppen, irrt: 69 Prozent der Radler fahren auch öfters mit dem Auto. Selbst bei jenen, die viel Rad fahren, sind 57 Prozent auch häufig mit dem Auto unterwegs. “Die Menschen sind immer vielfältiger mobil. Das erhöht die Chancen, das Miteinander im Verkehr zu verbessern”, so VCÖ-Experte Markus Gansterer. Viele Radfahrer wünschen auch eine bessere Verknüpfung von Öffentlichen Verkehr und Radfahren.

Mehr Radwege werden gewünscht

82 Prozent der Befragten wünschen mehr Radwege entlang von Freilandstraßen, drei Viertel sprechen sich für breitere Flächen und allgemein mehr Platz fürs Radfahren aus und zwei Drittel wollen mehr Abkürzungen, etwa durch die Öffnung von Einbahnen. Jeder zweite wünscht sich mehr Verkehrsberuhigung.

Unzufriedenheit mit Abstellmöglichkeiten

“Groß ist die Unzufriedenheit mit Anzahl und Qualität der Fahrrad-Abstellanlagen. Sechs von zehn sagen, dass es mehr wettergeschützte und sichere Abstellanlagen braucht”, berichtete VCÖ-Experte Gansterer. Nur 21 Prozent sind mit Anzahl und Qualität in ihrem Wohnort zufrieden. 40 Prozent sagen, es gibt zu wenige Fahrrad-Abstellanlagen, 41 Prozent sind mit der Qualität unzufrieden. Jeder dritte sagt, es gibt bei Bahnhöfen und Haltestellen zu wenig Abstellanlagen und 40 Prozent wünschen bei den Geschäften mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Kritik am Verkehrsklima

Auch das Verkehrsklima ist zu verbessern. 42 Prozent erleben andere Verkehrsteilnehmende als wenig rücksichtsvoll und, dass Autos mit zu wenig seitlichem Abstand überholen, bei den 55 bis 64 Jährigen sind es sogar 46 Prozent. Jeder vierte Radfahrer beklagt mangelnde Verkehrssicherheit im Wohnort, bei den über 65 Jährigen ist es sogar fast jeder dritte. (APA)

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