Auszeichnungen für Galerist Steinek und Bildhauer Würtinger

Ehrungen für zwei herausragende Persönlichkeiten der internationalen und Wiener Kunstszene wurden heute von der Stadt Wien vollzogen: Galerist Heinrich Steinek und Bildhauer Werner Würtinger.

Zwei herausragenden Persönlichkeiten des Wiener und internationalen Kunstlebens wurden heute, Montag, Auszeichnungen des Landes Wien verliehen: Galerist Heinrich Steinek erhielt das “Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien”, Univ.-Prof. Werner Würtinger, Bildhauer und ehem. Präsident der Wiener Secession, das “Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien”.

“In Wien hat in den letzten Jahren ein Aufschwung in der bildenden Kunst stattgefunden”, betonte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der die Verleihung vornahm. Dazu bedurfte es zusätzlicher Ausstellungshäuser und Galerien, Ausbildungsstätten auf hohem Niveau, kompetente Kunstvermittler und Kunstsammler und – das wichtigste – zahlreicher international erfolgreicher Kunstschaffender. Am Anfang dieser Entwicklung standen Heinrich Steinek und Werner Würtinger, die Mut und Eigenwilligkeit bewiesen. “Heinrich Steinek unterstützte nicht nur österreichische Künstler, sondern brachte auch internationale Kunst nach Wien”, so Mailath. Werner Würtinger bezeichnete er als “großen plastischen Künstler seiner Generation”, der zudem als Leiter der Secession und Lehrender an der Akademie der bildenden Künste erfolgreich tätig war.

Agnes Husslein-Arco, Direktorin der Österreichischen Galerie Belvedere bezeichnete ihren Freund Heinrich Steinek als “Stütze des Wiener Kunstgeschehens”, der selber eine Wiener Institution darstelle. Er bewies früh eine Passion für die Moderne und die zeitgenössische Kunst und verfolgte interessiert die Entwicklung der Kunstszene und der Avantgarde: “Heinrich Steinek ist versierter Händler, Sammler, Mäzen, der offen ist für neue Kunstströmungen aller Art”.

Kathrin Rhomberg, Leiterin des Kölnischen Kunstvereins, hielt die Laudatio auf Würtinger. In ihrem Vortrag kritisierte sie u. a. das Verkommen der Kunst zum Eventereignis und das Schielen nach auf Quoten. Würtinger schätze sie wegen seiner Radikalität sowohl als Künstler als auch als ehemaliger Leiter der Secession.

Heinrich Steinek wurde 1935 in Wien geboren. Nach der Pflichtschule besuchte er das TGM. Daneben absolvierte er eine Kunstschmiedelehre, welche er auch abschloss. In den 50er Jahren hatte er erste Kontakte und Freundschaften mit bildenden Künstlern wie Adolf Frohner und Arnulf Rainer. Seit den 70er Jahren betätigte er sich hauptsächlich als Sammler und Kunsthändler. 1982 eröffnete er gemeinsam mit seiner Tochter in der Himmelpfortgasse eine Galerie. 1990 kam ein zweiter Ausstellungsraum “die Halle” hinzu. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen organisierte Steinek mit großem Erfolg. Zuletzt stellte er u. a . Elke Krystufek, Arnulf Rainer oder Matthias Herrmann aus.

Werner Würtinger wurde 1941 in Hallein geboren. Er studierte von 1959 bis 1964 an der Akademie der bildenden Künste in Wien in der Meisterschule für Bildhauerei von Prof. Fritz Wotruba. 1974 wurde Würtinger Lehrbeauftragter, 1985 Assistent. 2001 a.o. Universitätsprofessor an obgenannter Bildhauerschule. Von 1995 bis 1999 war er Präsident der Wiener Secession. Seit Dezember 2003 ist Prof. Werner Würtinger ausschließlich als freischaffender Künstler tätig. Zuletzt waren seine Arbeiten in der Secession (2002) und im Kölnischen Kunstverein (2003) zu sehen.

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