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Auszeichnung für visionäre und innovative Architektur

Dornbirn – In den Räumen des Vorarlberger Architekturinstituts (VAI) in Dornbirn wurde am Donnerstag der "Outstanding Artist Award 2010" vergeben, ein Förderpreis des Bundes, mit dem visionäre Ideen für die Architektur gewürdigt werden. Eine begleitende Ausstellung bietet Einblicke in die experimentellen Tendenzen österreichischer Architektur.

Landesrätin Andrea Kaufmann freut sich, dass die Verleihung dieses bedeutenden Preises heuer in Vorarlberg stattfindet: “Unser Land hat nicht nur eine reiche baukulturelle Tradition, sondern gerade durch seine junge, innovative Architekturszene einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen hinaus – man denke nur an den Bereich Holzbau. Deshalb ist das VAI ein sehr passender Ort, um neue Denk- und Bauansätze mit einem Preis zu würdigen und in einer Ausstellung der Architektur neue Perspektiven zu eröffnen.”

Der Hauptförderpreis ergeht an ein vibrierendes, urbanes Raummodul an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Ökologie: Orko – A hydroponic pavilion von Peter Jellitsch, Titusz Tarnai und Christian Tonko, drei jungen Architekten aus Wien. Ihre auf dem Wasser schwimmende “floating structure” birgt einen grossen Veranstaltungsraum, der seine Besucher auf zwei unterschiedlichen Ebenen empfängt: einer Kulturzone, einem Raum für Theater-, Performance- oder Projektionskunst und einer Naturzone, die – von einem experimentellen “Wasserreaktor” dominiert – auf überraschende Weise unser gefährdetes Lebenselixier zum Thema macht. Der Pavillon erhielt im Mai dieses Jahres den ersten Preis beim Ideenwettbewerb für die Kulturhauptstadt Turku 2011.

Die drei Auszeichnungen verteilen sich auf folgende Vorschläge: Einen auf mehreren Ebenen arrangierten Dachgarten für das Integrationshaus in Wien, der als sozial ambitioniertes Projekt den Hausbewohnern reale und ideelle Perspektiven eröffnen möchte (Gregor Holzinger), eine Architekturgalerie, die als grosse flexible Raumplastik ihre Form im Kräftespiel der Strömungsverhältnisse eines Flusses findet (Andreas Hörl) und eine beängstigend schöne Studie zum elektromagnetischen Raum, hervorgerufen durch den Elektrosmog des Mobilfunknetzes über der Stadt Wien (Peter Jellitsch).

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