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Austria Wien-Vorstand erwartet bald "vernünftige Lösung"

"Vernünftige Lösung in den nächsten Stunden oder Tagen"
"Vernünftige Lösung in den nächsten Stunden oder Tagen" ©APA/ROBERT JAEGER
Markus Kraetschmer, der Vorstandsvorsitzende von Fußball-Bundesligist Austria Wien, sieht nach der Ankündigung des Sportministers schon Licht am Horizont für einen baldigen Liga-Neustart.

"Es scheint wirklich so zu sein, dass wir zu einer vernünftigen Lösung in den nächsten Stunden oder Tagen kommen", sagte Kraetschmer am Montag bei einer Pressekonferenz des Clubs mit Blick auf die anvisierte Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Kraetschmer erwartet eine Verordnung, welche die Leitlinien für die Fortsetzung der Saison in der obersten Spielklasse festlegt. Die weiteren Schritte hinsichtlich des Starttermins müsse die Bundesliga dann "sehr schnell" entscheiden, meinte Kraetschmer. "Denn der 15. Mai, der immer als Stichtag genannt wurde, ist schon der Freitag diese Woche. Der ist für die Planbarkeit der Clubs sehr wichtig."

Kogler zeigte sich zuversichtlich

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) hatte sich am Montag zuversichtlich gezeigt, dass die heimische Liga nach der Coronavirus-Pandemie "Ende Mai, Anfang Juni" ihren Spielbetrieb wird fortsetzen können. Kogler geht davon aus, "dass wir hier zu einer Lösung in dieser Woche - vielleicht schon bis Mittwoch - kommen."

Austrias Kraetschmer mahnte Tempo in Zukunftsfragen ein

Markus Kraetschmer hat die jüngsten Signale der Bundesregierung freudig registriert. Gleichzeitig mahnte der Vorstandsvorsitzende von Fußball-Bundesligist Austria Wien Tempo in die Zukunftsfragen ein. "Ich denke, dass wir einmal Klarheit schaffen müssen, was rund um die Spiele in Zukunft möglich sein wird. Welche Auflagen auf uns zukommen", sagte Kraetschmer am Montag bei einem Pressetermin.

Diese müssten möglichst schnell definiert werden, so Kraetschmer, denn: "Wir sprechen alle davon, dass diese Woche der Restaurantbetrieb, dass Gasthöfe wieder aufsperren. Es ist für mich dann unverständlich, warum wir im Bereich VIP und Hospitality nicht auch Teile öffnen dürfen." Ein weiterer Punkt sei der Zuschauerbereich. "Werden es dann weiter nur Geisterspiele sein? Oder gibt es auch hier einen Stufenplan? Hier gibt es durchaus Überlegungen - das verbindet uns mit der Kultur -, dass wir vielleicht mit notwendigen Sicherheitsabstand Leute in Stadion lassen dürfen."

Das sei der Wunsch der Bundesligisten. "Keiner der Clubs will Geisterspiele. Aber wenn sie die Brücke sind, um das wirtschaftliche Überleben der Clubs zu garantieren, dann ist das wichtig. Aber wir wollen möglichst schnell zur Normalität zurückkehren", sagte Kraetschmer. Er spreche ausdrücklich nicht von einer neuen Normalität. "Und das heißt einfach Zuschauer zurück ins Stadien zu lassen."

Wenige Stunden zuvor erklärte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne), dass es hinsichtlich einer Wiederaufnahme des Liga-Spielbetriebs Ende Mai/Anfang Juni "ganz gut aussehe". Kogler geht davon aus, "dass wir hier zu einer Lösung in dieser Woche - vielleicht schon bis Mittwoch - kommen. Auch Kraetschmer, der in den vergangenen Wochen stets vom Fischen in trüben Gewässern sprach, sah nun Licht am Horizont. "Es scheint wirklich so zu sein, dass wir zu einer vernünftigen Lösung in den nächsten Stunden oder Tagen kommen."

Mannschaftstraining ab 15. Mai möglich

Das Mannschaftstraining soll laut Kogler ab 15. Mai wieder möglich sein. Die dafür ausständige Verordnung ist wie jene Satzungen, die Leitlinien für die Fortsetzung der Saison in der obersten Spielklasse festlegen sollen, noch ausständig. Danach müsse die Bundesliga rasch handeln, so Kraetschmer. "Denn der 15. Mai, der immer als Stichtag genannt wurde, ist schon der Freitag diese Woche. Der ist für die Planbarkeit der Clubs sehr wichtig."

Austria-Trainer Christian Ilzer führte seine Mannschaft am Montag in die möglicherweise letzte Trainingswoche in Kleingruppen. Das zweikampflose Üben in positionsbezogenen und unveränderten Sechser-Formationen wurde nach drei Wochen als mühsam eingestuft. Cheftrainer Ilzer betreute laut Clubinformationen ausschließlich die Defensiv-Gruppe um Michael Madl, Erik Palmer-Brown oder auch Florian Klein. "Wir schärfen permanent die Werkzeuge, dürfen sie aber nicht wirklich anwenden", sagte Ilzer. "Natürlich freuen wir uns, wenn wir auch im Training wieder in Entscheidungsprozesse reinkommen und dass die Spieler von Timing her auch wieder das Gefühl wiederbekommen."

Laut APA-Informationen soll es nach einem zweiwöchigen Mannschaftstraining wieder mit durchgehenden englischen Wochen - also zwei Partien für jeden Club pro Woche - losgehen. Kraetschmer bestätigte diese Überlegung, sprach aber auch von einer weniger intensiven Variante, die eine Entzerrung und Ersatztermine möglich mache. "Jedenfalls müssen wir bis Ende Juli fertig sein. Vorbehaltlich der immer noch zu lösenden Themen, was die Spielerverträge betrifft. Da sind wir noch in intensiven Gesprächen."

(APA/Red)

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