Austria Wien rettete Punkt gegen SV Ried

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Die Austria hat es auf dem Spielfeld verpasst, sich frühzeitig der sportlichen Abstiegssorgen zu entledigen. Nach dem 2:2 im eigenen Stadion gegen die SV Ried liegen die "Veilchen" acht Punkte vor dem neuen Tabellenletzten St. Pölten.

Ried prolongierte seine starke Serie unter Trainer Andreas Heraf und ist auch nach der vierten Qualifikationsrunde ungeschlagen.

Austria Wien mit Last-Minute-Tor

Fast wären die Innviertler mit einem Auswärtssieg aus Wien abgereist. Marco Djuricin rettete der Austria in der 91. Minute einen Punkt. Ried hatte mit einem Blitztor durch Constantin Reiner (1.) und einem Joker-Tor von Marco Grüll (78.) zweimal vorgelegt, Manprit Sarkaria ein Elfmetergeschenk (22.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwandelt.

Zwei Punkte fehlen der Austria auf Leader Hartberg, der sich gegen St. Pölten nicht absetzen konnte. Ried liegt nach dem ersten Punktgewinn gegen die Austria in dieser Saison weiter drei Punkte hinter den "Veilchen". Weiter geht es in der Qualifikationsgruppe am Samstag. Die Austria gastiert beim Vorletzten Admira, Ried empfängt die angeschlagenen St. Pöltener.

Beide Trainer verfolgten konträre Aufstellungsvarianten. Während Stöger mit Stephan Zwierschitz statt Andreas Poulsen nur einen Neuen brachte, rotierte Heraf massiv und nahm neun Veränderungen im Vergleich zum Wochenende vor. Nur Kennedy Boateng und Torhüter Samuel Sahin-Radlinger waren noch dabei. Der Plan ging vorerst auf. Schon nach 79 Sekunden lag Ried voran.

Die Austria hatte den Ball zu diesem Zeitpunkt kaum berührt. Zunächst holten die Gäste einen Eckball heraus, den Reiner nach Verlängerung von Filip Borsos über die Linie drückte. Heraf beorderte seine Elf daraufhin zurück und stellte rasch auf eine Fünferkette um. Dadurch ergab sich für die Austria aber viel Ballbesitz. Dominik Fitz prüfte zunächst Sahin-Radlinger aus der Distanz, nach dem folgenden Eckball köpfelte Michael Madl an die Stange (20.).

Diskussion im Elfmeter

Eine Minute später fiel Djuricin im Zweikampf mit Boateng im Strafraum, Schiedsrichter Rene Eisner entschied auf Strafstoß. In der Zeitlupe sah es nicht so aus, als ob Boateng im Kopfballduell mit dem Austria-Stürmer übertrieben hart zu Werke gegangen war. Djuricin wollte antreten, Sarkaria luchste ihm aber den Ball ab. Stöger war darüber nicht wirklich erfreut, der Flügelspieler verwertete aber sicher. Die Austria blieb am Drücker, Ried konnte sich kaum mehr befreien. Djuricin kam seinem Tor per Kopf näher (30.). Nach einem Patzer von Reiner schoss Vesel Demaku am Tor vorbei (38.).

Mit dem Seitenwechsel kamen bei Ried mit Ante Bajic und Grüll zwei neue Offensivleute, die mittels Koproduktion für die gefährlichste Szene der Spielvereinigung seit Minute 2 sorgten: Nach Sarkaria-Ballverlust setzte Bajic den schnellen Grüll in Szene, dessen Schuss knapp vorbeiging (54.). Eric Martel hatte noch eine Zehenspitze dazwischen.

SV Ried ging erneut in Führung

Die Partie war wesentlich offener, die Austria kam bei allem Ballbesitz kaum mehr in Abschluss-Situationen. Djuricin blieb ein Gefahrenherd, zog aus nahezu allen Lagen ab. In der 78. Minute gingen die Gäste abermals in Führung: Zwierschitz verschätzte sich bei einem weiten Ball und Grüll behielt vor Pentz die Nerven.

Die Austria versuchte, einen Punkt zu retten. Eine abgefälschte Flanke von Georg Teigl landete am Lattenkreuz (82.), in der Nachspielzeit war Djuricin zur Stelle: Er verlud nach Sarkaria-Zuspiel einen Ried-Verteidiger und schoss trocken zu seinem vierten Saisontor ein.

Spätestens mit Abpfiff rückten die wirtschaftlichen Sorgen bei der Austria wieder in den Vordergrund. Die Unterlagen, um die Lizenz für die kommende Saison im zweiten Abdruck zu bekommen, mussten bis 23.59 Uhr geschickt werden. Aus Wien-Favoriten wurde Zuversicht verlautet. Innerhalb von sieben Tage muss die Entscheidung fallen.

(APA/red)

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