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Austria Wien gegen Hartberg: Die Stimmen zum Spiel

Dorfkick in der Bundesliga.
Dorfkick in der Bundesliga. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Nach gutem Start ist die Wiener Austria binnen kurzer Zeit auf dem harten Boden der Realität gelandet. Das 0:1 gegen den TSV Hartberg bremste die Hoffnungen auf das Erreichen der Meisterrunde abrupt ein.
Enttäuschung für die Austria

Die Austria muss wohl auch dieses Jahr auf den Umweg über das Play-off hoffen, um einen Europacup-Startplatz noch ins Visier zu nehmen. Hartberg befindet sich indes wieder im Rennen um die Top Sechs.

Peter Stöger analysierte die zweite Saisonniederlage gegen den vermeintlichen Underdog aus der Oststeiermark kühl. Der Coach der Favoritner bemängelte zu wenig "Inspiration und Bewegung im Spiel". Erst 30 Minuten vor Schluss - und der Umstellung auf völlige Offensive - war sein Team ein wenig in Fahrt gekommen. Stögers Fazit: "Was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht so gesehen."

Gegentor als Austria-Geschenk

Beim Gegentor half die Austria noch dazu mit. Die Kopfballrückgabe des ansonsten solide spielenden Christoph Schösswendter wurde zum Geschenk für Hartbergs Rückkehrer Florian Flecker (22.), das dieser dankend annahm. Danach fiel den Hausherren gegen kompakt verteidigende Gäste kaum etwas Konstruktives ein. Schösswendter fand die Partie "grauenhaft zum Anschauen", wie er nach Schlusspfiff anmerkte.

Peter Stöger (Austria-Trainer): "Es war vor allem in der ersten Stunde zu wenig Kreativität, Inspiration und zu wenig Genauigkeit in unserem Spiel. Es war auch nicht genug ordentliches Zweikampfverhalten gegen die robuste Verteidigung der Hartberger. In der letzten halbe Stunde habe ich die Bereitschaft gesehen, das Spiel möglicherweise noch zu drehen. Da hat Swete zwei-, dreimal gut reagiert. Es ist enttäuschend, wir wollten näher an die Top Sechs heranrücken, das ist uns nicht gelungen. Einfacher ist es nicht geworden."

Hartberg froh über drei Punkte

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): "Ich bin extrem froh über die drei Punkte, am Ende ist es nicht unverdient. Es war ein extrem disziplinierter Auftritt über 90 Minuten. Wir haben nicht viel zugelassen, aber auch nicht viel kreiert. Wir hätten das Spiel schon früher entscheiden können, dann hätten wir Rene (Swete) nicht zweimal gebraucht. Flecker haben wir seit seiner Ankunft nur gezielt belastet. Es war die Frage, wie lange er heute bereit ist. Das Tor spiegelt wider, was gefehlt hat in der Vergangenheit. Diese Entschlossenheit, auf einen Ball zu gehen, der aussichtslos scheint.

(APA/red)"

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