Austria und Rapid kämpfen um Europa League

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Entscheidender Abend für die beiden Wiener Großklubs: Während die Austria im Horr-Stadion gegen Aris Saloniki mindestens zwei Tore für den Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League braucht, reicht Rapid vielleicht schon eines im Villa-Park von Birmingham.

Um die Gruppenphase der Europa League zu erreichen, muss die Wiener Austria Aris Saloniki zum Beispiel 2:0 oder 3:1 besiegen. “Das 0:1 vom Hinspiel ist ein gefährliches Resultat. Kassieren wir einen Treffer, müssten wir schon drei Tore erzielen. Und das ist gegen ein Team wie Aris sehr schwer”, sagte der violette Trainer Karl Daxbacher.

Ohne Junuzovic, vielleicht mit Jun
Elfmeter-Schießen haben die Favoritner nicht speziell geübt. “Natürlich muss man auch mit einer Verlängerung rechnen, aber ich hoffe, dass wir das Spiel schon vorher für uns entschieden haben”, sagte Daxbacher, der wie in Saloniki neben Acimovic auch auf Mittelfeldmotor Junuzovic verzichten muss. Jun (Knie) und Ortlechner (Knöchel) sind fraglich, wobei der Trainer mit dem Tschechen eher rechnet. “Die Chancen bei ihm stehen gut, er hat zwar noch Schmerzen, aber am Dienstag schon eine Stunde mittrainiert”.

Aris hat Respekt
Aris Saloniki kam am Dienstag ohne Liga-Praxis, die Punktekampagne beginnt erst am kommenden Wochenende, und einem 1:0-Guthaben, aber viel Respekt im Gepäck in Wien an. “Achtung, wir haben nur einen kleinen Vorsprung und noch gar nichts erreicht. Wir müssen mit Köpfchen und konzentriert spielen. Die ersten Minuten werden sehr gefährlich werden”, warnte Coach Hector Cuper, der im Hinspiel nur einen Griechen, Torhüter Sifakis, in der Startelf seiner Multi-Kulti-Truppe aufgeboten hatte.

Pacult: “Nicht die Nerven wegschmeißen”
“Wir müssen ein Tor machen und werden unser Spiel so ausrichten, dass wir nach vorne spielen und zu Chancen kommen”, versprach Trainer Peter Pacult, dem mit Ausnahme des gesperrten Tanju Kayhan der komplette Kader zur Verfügung steht. Entscheidend werde sein, wie seine Spieler auf die beeindruckende Atmosphäre im Villa Park reagieren, vermutete der Coach. “Wir müssen bei dieser Stimmung couragiert auftreten”, forderte Pacult, der von Beginn an stürmende Gegner erwartet. “Ich gehe davon aus, dass sie ab der ersten Minute enormen Druck ausüben werden. Deshalb müssen wir gleich hellwach sein und dürfen nicht die Nerven wegschmeißen.”

Villa will sich rehabilitieren
Das 0:6-Debakel der “Villians” am Sonntag in Newcastle habe an der Ausgangsposition nichts verändert. “So eine Niederlage hat schon gewaltiges Gewicht, andererseits wollen sie sich jetzt so schnell wie möglich dafür rehabilitieren.”

Rasen wird gespritzt
“Wir wollen unbedingt aufsteigen und mit dem 1:1 im Auswärtsspiel haben wir die besseren Karten”, sagte Villa-Verteidiger Eric Lichaj – und sah noch einen weiteren Vorteil für sein Team: “In Wien wurde der Platz nicht gewassert, was gut für Rapid war. Aber im Villa Park wird der Platz feucht sein, und das wird bei unserem Spiel über die Flügel helfen.”

Sturm hofft auf Sensation
Cupsieger Sturm Graz hat im Stadio Olimpico gegen Juventus Turin nichts zu verlieren. Nach der 1:2-Heimniederlage der Steirer im Hinspiel ist die Favoritenrolle für Italiens Rekordmeister noch einmal deutlich größer geworden. Trotzdem hofft die Truppe von Chefcoach Franco Foda auf eine Sensation. “Wir haben eine minimale Chance, die wollen wir versuchen zu nützen”, so der Sturm-Trainer.

Spieltermine der ÖFB-Klubs am Donnerstag:
19:00, Horr-Stadion, FK Austria Wien – Aris Saloniki (live ORF1)
20:45, Birmingham, Aston Villa – SK Rapid Wien (live ATV)
20:45, Turin, Juventus Turin – Sturm Graz (live ATV)

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