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Austria Lustenau will den Pflichtsieg gegen Hartberg

©Stiplovsek
Festlegen wollte sich Austria-Trainer Edi Stöhr gestern noch nicht. Viel aber deutet darauf hin, dass Neuzugang Felix Roth heute um 18.30 Uhr im Heimspiel gegen Hartberg seine Premiere im Austria-Dress feiern wird.

„Ich kann es mir gut vorstellen“, meinte Stöhr. Verzichten muss er weiterhin auf Kapitän und Abwehrchef Peter Pöllhuber, der wegen seiner eitrigen Angina noch immer Antibiotika schlucken muss. Auch Gerald Krajic wird der Austria fehlen, der Offensivspieler wartet nach einer MR-Untersuchung auf die genaue Diagnose. Gegner Hartberg ist für Stöhr eine „engagierte, mutige Truppe, die nach hinten einige Defizite hat“.

Sascha Boller wünscht sich „einen Lauf“ und traut der Mannschaft viel zu.

Seine fußballerische Ausbildung genoss er beim VfB Stuttgart, die Meisterprüfung soll nun bei der Austria in Lustenau folgen. Schnell ist Sascha Boller bei den Grün-Weißen zum Leistungsträger aufgestiegen. Als solcher fordert er heute gegen Hartberg einen Sieg.

Haben Sie sich gut eingelebt?

Sascha Boller: Ich fühle mich wohl, wobei ich es mir sportlich sicher ein bisschen anders vorgestellt habe. Vier Niederlagen nach fünf Runden ist nicht das, was ich erwartet habe.

Wie lautet denn Ihre Einschätzung der Liga nun?

Boller: Die Liga ist sehr ausgeglichen, außer vielleicht die Admira und Altach. Aber im Grunde kann jeder jeden schlagen. Vom Leistungsvermögen ist der Unterschied zwischen den Mannschaften nicht so groß. Die große Kunst ist, konstant das Niveau abzurufen. Und natürlich spielt auch das Selbstvertrauen eine große Rolle. Deshalb hoffe ich, dass wir nun einen Lauf hinlegen können.“

Gibt es Unterschiede zum Fußball in Deutschland?

Boller: Eigentlich sehe ich keine gravierenden Unterschiede.

Mit welcher deutschen Liga lässt sich die Erste Liga am ehesten vergleichen?

Boller: Vielleicht mit der 3. Liga. Obwohl dort doch ein robusterer Fußball gespielt wird. In technischer Hinsicht aber stimmt der Vergleich auf jeden Fall. Die Erste Liga muss sich aus meiner Sicht keineswegs verstecken.

Zuletzt spielten Sie in Frankfurt, nun in Lustenau. Da liegen doch Welten dazwischen, sowohl was die Ortschaft angeht als auch in Sachen Klub?

Boller: In Frankfurt ist natürlich alles viel größer. Wenn du hier auf die Straße gehst, kennt dich jeder. Mir ist das keinesfalls unangenehm. Wie gesagt, ich fühle mich in Lustenau super wohl, auch was den Klub betrifft. Mit der Eintracht lässt sich da kein Vergleich anstellen. Frankfurt ist ein Bundesligaklub, da geht es um Millionen.

Sportlich lief es die ersten Runden nicht nach Plan. Was sind die Gründe dafür?

Boller: Wir machen uns in der Kabine selbst Gedanken darüber. Möglicherweise sind wir in den entscheidenden Momenten noch zu wenig clever. Wir müssen einfach abgezockter agieren. Dann wären wir bei der Admira auch mit 1:0 in Führung gegangen. Für uns wird es in den nächsten Spielen wichtig sein, lang die Null zu halten. Vorne bekommen wir unsere Chancen. Und wenn wir einmal selbst führen, dann läuft vieles einfacher. Das hat man gegen St. Pölten gesehen.

Was glauben Sie, was kann diese Mannschaft erreichen?

Boller: Die Chance ist vorhanden, keine Frage. Vom Kader her sind wir eine super Truppe. Was uns sicherlich noch fehlt, ist das Quäntchen Glück, auch bei Schiedsrichter-Entscheidungen. Um Platz drei sollten wir dann schon mitspielen können. Wobei, jetzt müssen wir mal schauen, dass wir da unten raus kommen. Gelingen uns ein paar Siege, dann ist auch der Druck weg.

Heute gastiert Hartberg im Reichshofstadion. Muss man von einem Pflichtsieg sprechen?

Boller: Ich sage so: Erst Hartberg, dann Gratkorn – diese Mannschaften muss oder sollte man schon schlagen. Wir machen uns ja selbst den Druck, weil wir wissen, dass wir mehr können. Also darf schon von einem Pflichtsieg gesprochen werden.

Wie gut kennen Sie Landsmann Felix Roth?

Boller: Wir haben in der vergangenen Saison oft gegeneinander gespielt. Zumeist haben wir gewonnen (schmunzelt).

Sie spielen bei der Austria auf der Außenbahn. Fühlen Sie sich da wohl?

Boller: Ich habe im Mittelfeld eigentlich schon alle Positionen gespielt. In Fürth defensiv, in Hoffenheim zentral, zuletzt in Reutlingen und Frankfurt auf der Außenbahn. Da fühle ich mich eigentlich sehr wohl.

Sportlich kennen Sie die Austria-Fans bereits, was macht Sascha Boller privat?

Boller: Eigentlich nicht so viel, dafür fehlte mir in den vergangenen Wochen auch die Zeit. Abseits des Fußballs spiele ich gerne Tennis oder Squash. Zuletzt habe ich mir mal die Städte Lindau und Bregenz angeschaut. Jetzt freue ich mich mal, dass meine Freundin hergezogen ist.

zur Person

Sascha Boller „Eigentlich habe ich jede Sportart einmal ausprobiert, hängen geblieben bin ich beim Fußball.“ Geboren: 16. Februar 1984 Freundin: Sabrina Ausbildung: Bankkaufmann Größe/Gewicht: 182 cm/78 kg Position: Mittelfeld (offensiv) Fuß: rechts Vereine in der Jugend: SV Hohenwart, VfB Stuttgart, Karlsruher SC Vereine: FC Germania Brötzingen, TSG Hoffenheim, SpVgg Greuther Fürth, SSV Reutlingen, Eintracht Frankfurt, SC Austria Lustenau

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