Austria feiert Heimsieg gegen Ried

Die SV Ried bleibt ein gern gesehener Gast im Horr-Stadion. Die Wiener Austria feierte am Samstag einen verdienten 3:1-Heimerfolg gegen die Innviertler.

Die Gäste gingen zwar durch Nacho früh in Führung (3.), doch die Austria drehte das Spiel durch einen umstrittenen Acimovic-Elfmeter (13.), ein Tor von Neo-ÖFB-Teamstürmer Okotie (63.) und einen weiteren Treffer von Acimovic (84.).

Der Wintereinbruch hatte nicht nur Folgen für den Rasen, sondern auch für die Fans. Durch den nachmittäglichen Schneesturm vereisten nämlich die Ränge der brandneuen Ost-Tribüne und diese wurde daraufhin behördlich gesperrt, die treuesten Fans der Violetten mussten daher wieder auf ihre alte Heimat West-Tribüne ausweichen.

Die Gäste gingen mit ihrer ersten Offensivaktion in Führung. Nach Lexa-Kopfvorlage schlug Austrias Jung-Innenverteidiger Dragovic ein verhängnisvolles Luftloch, Nacho bedankte sich höflich und bezwang Safar zu seinem siebenten Saisontreffer (3.). Austria – mit dem 4-3-2-1-Erfolgssystem vom Wiener Derby – drängte auf den raschen Ausgleich, doch Standfest scheiterte alleine vor Gebauer (7.). Ein umstrittener Elfmeter brachte dann aber das 1:1, nach Krammer-Flanke soll Burgstaller laut Schiedsrichter-Assistent Moser den Ball mit der Hand abgefangen haben und Krassnitzer entschied daher auf Penalty.

Acimovic trat an und verwertete souverän ins linke Eck (13.), auch für den Slowenen war es das siebente Saisontor. Zudem war es der 17. verwandelte Austria-Elfer in der Liga in Folge. Trotz der raschen Antwort taten sich die Austrianer schwer das Spiel unter Kontrolle zu bringen, Ried erwies sich als die erwartet harte Nuss und versteckte sich auch nicht. Okotie (22.) und Suttner (40.), dessen Kunstschuss am Kreuzeck vorbeirauschte, vergaben die besten Austria-Chancen zur Pausenführung, bei den Riedern hatten Lexa (28.) und Drechsel (45./Freistoß) Möglichkeiten auf die neuerliche Führung.

In den zweiten 45 Minuten war die Austria stärker, doch die Gäste haderten weiter mit den Schiri-Entscheidungen, nach Attacke von Standfest an Nacho blieb der Elferpfiff aus (50.). Auch beim 2:1 fühlten sich die Rieder benachteiligt, denn beim Bazina-Ballgewinn gegen Berger hätte man ohne weiteres auch auf Foul entscheiden können. Doch so verlängerte Glasner eine Standfest-Flanke unglücklich zu Okotie, dieser tanzte Hackmair aus und schoss das 2:1 (63.).

Okotie hätte den Sieg wenig später fixieren können (72.), doch so musste Austria-Coach Karl Daxbacher bei immer stärker werdendem Schneefall bis zum 3:1 von Acimovic nach Okotie-Pass zittern (84.). In der Nachspielzeit traf Nacho die Stange (93.). Für die Truppe von Ried-Trainer Paul Gludovatz war es im sechsten Saisonduell (inklusive Cup) mit den Wiener Clubs Austria und Rapid erst die zweite Niederlage, die zweite gegen die Violetten.


Karl Daxbacher (Austria-Trainer): “Das schnelle 0:1 hat uns zurückgeworfen. Und auch nach dem 1:1 hat wieder fast nur Ried gespielt. Aber aufgrund der zweiten Spielhälfte, in der wir klar besser waren, hat meine Mannschaft verdient gewonnen. Im Titelkampf sehe ich uns deswegen aber nicht, wir sind drauf und dran, dass wir unter die Top-Vier der Tabelle kommen können.”

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): “Ich habe selten den Bonus der Großen so stark gespürt wie heute. Es ist leichter, für einen Großen zu pfeifen, den Großen fällt alles in den Schoß und den Kleinen wird auf den Kopf geschissen. Der Schiedsrichter-Assistent hat sich zum Schiedsrichter erhoben. Fußballerisch haben wir 55 Minuten wie der Hausherr gespielt. Dass wir das Spiel trotzdem verloren haben, stört mich natürlich. Was ab der 55. Minute passiert ist, wird intern besprochen. Wir orientieren uns in der Tabelle nicht nach oben, sondern nach unten.”


FK Austria Wien – SV Josko Fenster Ried 3:1 (1:1)
Wien, Franz Horr Stadion, 5.331, SR Krassnitzer

Torfolge: 0:1 ( 3.) Nacho, 1:1 (13.) Acimovic (Hand-Elfmeter), 2:1 (63.) Okotie, 3:1 (84.) Acimovic

Austria: Safar – Standfest, Bak, Dragovic, Suttner – Krammer, Blanchard, Sulimani (89. Madl) – Bazina, Acimovic (91. Majstorovic) – Okotie (90. Mössner)

Ried: Gebauer – Stocklasa, Glasner, Burgstaller – Hackmair (76. Bammer), Mader, Ulmer – Lexa (87. Strak), Drechsel (65. Hadzic), Berger – Nacho

Gelbe Karten: Standfest, Sulimani bzw. Burgstaller, Nacho
Die Besten: Suttner, Blanchard, Acimovic bzw. Lexa, Stocklasa, Gebauer

  • VIENNA.AT
  • Fußball
  • Austria feiert Heimsieg gegen Ried
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen